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| Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport Und Verkehr |
Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und VerkehrDie Gewerkschaft öffentliche Dienste, Transport und Verkehr (ÖTV) war eine Gewerkschaft des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) mit Sitz in Stuttgart.
Sie wurde am 30. Januar 1949 in Stuttgart gegründet. Zuletzt hatte sie ca. 1,5 Millionen Mitglieder und war damit nach der IG Metall die zweitgrößte Einzelgewerkschaft des DGB. 2001 ging die ÖTV in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft e.V. (ver.di) auf.
Vorsitzende der Gewerkschaft ÖTV
- 1949 - 1952: Adolph Ludwig Kummernuss und Georg Huber (gleichberechtigte Vorsitzende)
- 1952 - 1964: Adolph Ludwig Kummernuss
- 1964 - 1982: Heinz Kluncker
- 1982 - 1994: Monika Wulf-Mathies
- 1994 - 2000: Herbert Mai
- 2000 - 2001: Frank Bsirske
Weblink
- http://portal.verdi.de/ (ver.di Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft)
Kategorie:Deutsche Gewerkschaft
Kategorie:Unternehmen (Stuttgart)
Gewerkschaft
In einer Gewerkschaft sind Arbeitnehmer zu einem Interessenverband zusammengeschlossen. Ziel der Vereinigung ist es, die wirtschaftlichen und sozialen Interessen der Mitglieder zu vertreten und Tarifverträge abzuschließen. Abhängig von den nationalen Regelungen kann der Beitritt zu einer Gewerkschaft freiwillig sein oder durch Zwang erfolgen. In einigen Ländern ist der Zutritt für alle Arbeitnehmer in die für sie zuständige Gewerkschaft gesetzlich geregelt. Von freien Vereinigungen, die in Deutschland durch positive und negative Koalitionsfreiheit gewährleistet sind, spricht man, wenn der Ein- oder Austritt aus einer Gewerkschaft jederzeit möglich ist.
Gewerkschaften lassen sich in Berufs- und Fachverbände, Industrieverbände und Betriebsverbände unterteilen. In Berufsverbänden sind Arbeitnehmer nach Berufsgruppen zusammengeschlossen (z.B. Techniker + Schreiner), unabhängig davon, in welchem Wirtschaftszweig sie beschäftigt sind.
Die größten Gewerkschaften in Deutschland sind im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) zusammengeschlossen. Dieser vereinte im Jahre 2001 nahezu 84% aller Gewerkschaftsmitglieder unter sich. Als Dachverband besteht er aus einem bundesweiten Zusammenschluss von unabhängigen Industriegewerkschaften, wie z.B. der IG Metall, der IG Bergbau, Chemie, Energie sowie der Vereinten Dienstleitungsgewerkschaft.
Unter den Bedingungen des freien Markts ist die Beziehung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer naturgemäß asymmetrisch:
- Stellt ein Arbeitnehmer seine Leistungen gegenüber dem Arbeitgeber ein, so stellt dies für den Arbeitgeber zwar ein Problem dar, jedoch kann dieser Ausfall oft kompensiert werden durch die anderen Arbeitnehmer, die der Arbeitgeber hat. Zudem sind diese Ausfälle sogar üblich, etwa durch Krankheit oder Urlaub von Arbeitnehmern.
- Stellt ein Arbeitgeber seine Leistungen gegenüber dem Arbeitnehmer ein, so bricht in der Regel für den Arbeitnehmer seine einzige wesentliche Einnahmequelle weg. Demzufolge stellt ein solches Ereignis für den betroffenen Arbeitnehmer regelmäßig eine Katastrophe dar (welche jedoch unter anderem durch einen Sozialstaat gelindert werden kann, wenn dieser für den Betroffenen zur Verfügung steht).
Ein Grund für diese Asymmetrie besteht darin, dass jeder Arbeitgeber oft über mehrere Arbeitnehmer verfügt, jeder Arbeitnehmer oft jedoch nur über genau einen Arbeitgeber verfügt. Kurz gesagt: der Arbeitgeber hat ein Monopol auf seine Arbeitnehmer, der Arbeitnehmer hat aber kein Monopol auf seinen Arbeitgeber.
Unter anderem um diese Asymmetrie auszugleichen sind Gewerkschaften gut, indem sie auf Seiten des Arbeitnehmers ebenfalls ein Monopol bilden, sodass sich zwei Monopole (Arbeitgeber auf der einen, alle Arbeitnehmer vereinigt auf der anderen Seite) gegenüberstehen. Der theoretischen Volkswirtschaft nach wären statt Monopolen auf jeder Seite eher etwa gleichberechtigt konkurrierende Marktteilnehmer auf jeder Seite zu bevorzugen. Jedoch müsste dann, zur Ausgleichung der Asymmetrie, jeder Arbeitnehmer etwa so viele Beziehungen zu Arbeitgebern pflegen, wie Arbeitgeber Beziehungen zu Arbeitnehmern haben. Dies ist jedoch äußerst inpraktikabel und ineffizient, würde es doch für Arbeitnehmer bedeuten, z.B. 40 Arbeitgeber gleichzeitig zu haben und jede Stunde Aufgabengebiet und sehr wahrscheinlich Ort der Tätigkeit zu wechseln.
Gewerkschaften als Arbeitnehmervertretungen
Gewerkschaften sollen in Deutschland unabhängig von politischen Parteien, Kirchen, Staat und Arbeitgebern sowie bereit und fähig sein, die Interessen ihrer Mitglieder nicht nur mit Kampfmaßnahmen zu verfolgen. (Nominell selbständige, in der Tat von Arbeitgebern abhängige oder gegründete (meist Betriebs-)Gewerkschaften werden abschätzig als Gelbe Gewerkschaften bezeichnet.)
Sie brauchen, wie das [http://www.oefre.unibe.ch/law/dfr/bv018018.html Bundesverfassungsgericht] zu Gunsten eines den Streik ablehnenden Hausgehilfinnenverbandes festgestellt hat, nicht streikbereit zu sein. Sie sollen allerdings - so das Bundesarbeitsgericht der BRD - mächtig genug sein, um in Tarifverhandlungen auf den "Tarifpartner" einen Verhandlungsdruck ausüben zu können (Mächtigkeitsprinzip) - also streikfähig sein. Hierfür unterliegen Gewerkschaften dem Schutz des Grundgesetzes. Sie haben das Recht, ohne Einflussnahme des Staates Tarifverträge mit den Arbeitgeberverbänden zu schließen. Diese so genannte Tarifautonomie gehört zur Koalitionsfreiheit und ist in Deutschland durch das Grundgesetz, Artikel 9 Absatz 3 geschützt.
Schließlich beraten Gewerkschaften ihre Mitglieder in allen Fragen, die mit ihrer Arbeit und ihrer Sozialversicherung zusammenhängen und unterstützen sie bei Arbeits- und Sozialgerichtsprozessen. Außerdem vertreten sie, wie alle Verbände, die Interessen ihrer Mitglieder in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen.
Auch in Betriebsräten sind Gewerkschaften fast immer präsent.
Kritik an Gewerkschaften
Grundsätzliche Kritik:
- Wirtschaftsliberale sehen Gewerkschaften als Kartelle, die die individuelle Vertragsfreiheit einschränken. Der angebotsorientierten Ökonomie zufolge finde jede Ware ihren Käufer, wenn sie nur billig genug sei. Die Gewerkschaften trügen nach dieser Theorie zur Arbeitslosigkeit bei, indem sie das Senken der Löhne behinderten. Daran knüpft auch die "Insider-/Outsiderapproach"-Kritik an, nach der Gewerkschaften nur die Interessen der Beschäftigten vertreten würden, nicht aber die der Arbeitslosen.
- Totalitäre Kritik richtet sich generell gegen Lohnabhängigenorganisationen. Sie würden dann uneinsichtig und seien schwerer zu beherrschen. Geteilt seien sie einfacher zu führen (siehe Spieltheorie). Mit zunehmender Ernsthaftigkeit wird deswegen auch von deutschen Arbeitnehmern erwartet, nicht mehr zeitgemäße Besitzstände aufzugeben und damit komparative Vorteile zu sichern.
- Aus sozialrevolutionärer Sicht besteht ein Gegensatz zwischen den Interessen der Gewerkschaftsfunktionäre und den Interessen der abhängig Beschäftigten. Die Gewerkschaften seien hierarchische Organisationen, die die Arbeiter zu bevormunden versuchen. Oft seien Streiks durch die Gewerkschaften gegen den Willen der Basis abgebrochen worden, worauf diese nur mit ohnmächtiger Wut reagieren konnten. Der Job der Gewerkschaften sei es, die Ware Arbeitskraft zu einem möglichst hohen Preis zu verkaufen. Es sei nicht in ihrem Interesse, die Lohnarbeit als solche in Frage zu stellen. Im Gegenteil: Um ihre eigenen Privilegien zu sichern, müssten die Gewerkschaftsfunktionäre den Kapitalismus verteidigen. Sie müssten rechtsverbindliche Verträge abschließen und diese auch gegenüber ihren Mitgliedern durchsetzen (ein Pionier der radikalen Gewerkschaftskritik war Anton Pannekoek). Die meisten Gewerkschaften würden im Ergebnis nicht versuchen, den Kapitalismus zu überwinden, sondern nur zu reformieren.
- Nationale Gewerkschaften verlieren gegen kapitalistische Globalisierung. Nur wenige, unbedeutende Gewerkschaften vertreten einen globalen Anspruch. Die Gewerkschaften sind dadurch in eine Standortlogik gezwungen, die sie immer erpressbar macht. Wenn die gewerkschaftlichen Forderungen den Arbeitgebern zu hoch sind, können diese immer mit Standortverlagerung aus dem gewerkschaftlichen Machtbereich in Billiglohnregionen drohen.
Innergewerkschaftliche Kritik:
- Mitglieder kritisieren einzelne Maßnahmen oder einzelne Gewerkschaftsfunktionäre, z.B. wenn korrupte Personen Spitzenpositionen erreicht haben. Dies war z.B. bei den Teamstern in den USA der Fall. Die Kritik zielt in der Regel auf die Erneuerung der Führung durch Wahl nichtkorrupter oder als kompetenter angesehener Funktionäre ab.
Interessen
Gewerkschaften versuchen, in Vertretung der Interessen ihrer Mitglieder, einen möglichst großen Teil der Unternehmensgewinne als Gehalt und Verbesserung der Arbeitsbedingungen an die Belegschaft zu verteilen. Dagegen versucht die Unternehmensführung, in Vertretung der Interessen der Unternehmensinhaber bzw. Aktienbesitzer, einen möglichst großen Teil der Gewinne an die Besitzer des Unternehmens auszuschütten (etwa als Dividenden für Aktienbesitzer), und zwar sofort oder über Investitionen später, wenn diese sich rentiert haben.
Für die sinnvolle Aufteilung der Unternehmensgewinne gibt es keine mathematische Formel - es handelt sich dabei um eine Machtfrage.
Dabei sollen Gewerkschaften niemals gänzlich das Wohl des Betriebes aus den Augen verlieren, weil sie kein Interesse haben sollten, dass ein Betrieb, etwa weil er nicht genug Geld für Investitionen zurückbehält, wirtschaftlich ins Hintertreffen gerät. Außerdem sind Gewerkschaftsvertreter in den Aufsichtsräten an der Betriebsleitung beteiligt. Gewerkschaften waren wegen dieser engen Verknüpfung mit den Unternehmensinteressen nie so radikal wie die Arbeiterparteien. Wenn sie heute radikal erscheinen, ist das ein relativ neues Phänomen.
Kritiker behaupten, Gewerkschaften würden der Volkswirtschaft schaden, weil sie ausschließlich die Interessen ihrer Mitglieder im Auge haben und nicht die Folgen ihrer Forderungen für die Gesamtwirtschaft berücksichtigen, ähnlich wie übrigens viele weitere Interessengruppen, beispielsweise Unternehmensverbände.
Heute wird Gewerkschaften oft vorgeworfen, dass sie zwar die Interessen der Arbeitnehmer, nicht aber die der Arbeitslosen vertreten würden, und Maßnahmen, die zur Schaffung neuer Arbeitsplätze führen, hintertreiben. So stellen Gewerkschaften bei einer Arbeitslosigkeit von beispielsweise 10% immer noch 90% der Erwerbstätigen. Die Interessen dieser dominieren nun daher möglicherweise die Interessen der Minderheit.
Einige Gewerkschaftsvertreter reagieren im konkreten Fall aber auch flexibel, wie etwa die Diskussionen um die Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche in Unternehmen der Metallbranche gezeigt hat.
Da Gewerkschaften häufig auf spezielle Sektoren begrenzt sind, kämpfen sie auch dann für den Erhalt ihres Sektors, wenn dieser ökonomisch nicht mehr wettbewerbsfähig ist.
Ökonomische Grundlage
Gewerkschaften weisen oft darauf hin, dass ihre Lohnforderungen für eine Umverteilung mindestens des Produktivitätsfortschritts sorgen und so insbesondere die Massenkaufkraft erhalten bleibt. Dieser Effekt wird häufig auch für die lange Frist in Anspruch genommen. Trotz einer zunehmenden Globalisierung behielten Gewerkschaften ihre auf nachfrageorientierten Wachstumsmodellen gestützte Positionen bei.
Insbesondere neoklassisch orientierte Ökonomen fordern ein flexibles Arbeitszeitmodell; Gewerkschaften stehen jedoch häufig für andere Regelungen ein. Kritiker werfen Gewerkschaften vor, dadurch den heimischen Standort zu schwächen. Für die Ökonomen der Gewerkschaften – traditionell eher Anhänger des Keynesianismus – geht die Krise auf dem Arbeitsmarkt v.a. auf die Produktivitätszuwächse zurück, die gesellschaftlich ungleich verteilt sind. Nicht die Lohnkosten seien zu hoch, sondern die Löhne zu niedrig. Gerade für Unternehmen, die dazu in der Lage sind, flexibel den Standort in Niedriglohnländer zu verlagern, wirken hohe Löhne jedoch abschreckend. So entstanden etwa in Osteuropa in den letzten Jahren zahlreiche neue Werke von Autobauern. In Deutschland hingegen gingen Arbeitsplätze verloren. In Ländern mit hoher Produktivität und niedrigeren Lohnkosten als in Deutschland, etwa Schweden, blieben Arbeitsplätze hingegen erhalten. Gerade in der Industrie sind von Arbeitsplatzabbau auch zuliefernde Unternehmen und damit weitere Stellen betroffen.
In globalisiertem Kontext aufgeführte keynesianische Argumente zu Nachfragestärkung werden somit überlagert, da ohne Arbeit auch keine Nachfrage möglich ist und weil sich Inverstitionen ungehinderter im globalen Markt bewegen können als Menschen.
Zur Kaufkrafttheorie der Löhne gibt es unterschiedliche Ansichten. Während den Gewerkschaften kritisch gegenüberstehende Ökonomen meinen, das diese Theorie die Verhältnisse zu sehr vereinfache, berufen sich die Ökonomen der Gewerkschaften häufig gerade auf diese Theorie.
Ziele
In den letzten Jahren nahm der Druck auf die Gewerkschaften zu. Staaten in Mittel- und Osteuropa sowie in Asien gelang es, ein hohes Bildungs-, Produktivitäts- und Infrastrukturniveau aufzubauen. In Staaten wie China erfolgt der Druck auf Gewerkschaften durch Kriminalisierung der Gründer unabhängiger Gewerkschaften. Weiterhin existiert als Kennzeichen für fehlende Rechtsstaatlichkeit ein Widerspruch zwischen gesetzlichen Regelungen und der Einklagbarkeit von Rechten.
Die Folge der Konkurrenz aus Gebieten mit geringerer Rechtsstaatlichkeit und der Unterdrückung von Gewerkschaften war zum Teil die Abwanderung von Arbeitsplätzen aus Westeuropa. Trotz der hohen Arbeitslosigkeit und der (umstrittenen) These, Deutschland sei international nicht mehr wettbewerbsfähig, halten die Gewerkschaften an Lohnforderungen fest, die zumindest die Inflation ausgleichen, aber auch teilweise höher sind als das wirtschaftliche Wachstum, wenn in einer Branche besonders hohe Produktivitätszuwächse zu verzeichnen sind.
Trotz des wachsenden Konfliktpotentials hat Deutschland im internationalen Vergleich die wenigsten Streiktage. Streiks sind für Gewerkschaften mit hohen Kosten verbunden und für Arbeitgeber neben kurzfristigen Produktionsausfällen langfristig ein Standortnachteil. So ist es im Sinne beider Parteien, Streiks zu vermeiden. Die meisten Gewerkschaften halten Strategien von Lohnsenkung, um gegen Maschinen zu konkurrieren oder um arbeitsintensive Produktionen zu halten, langfristig für verfehlt, auch wenn sie in Einzelfällen entsprechenden Abmachungen zustimmen. Eine wirtschaftstheoretische Grundlage für solche Lohnsenkungen hierfür gibt es jedoch nicht.
Gewerkschaften zielen bei ihren Aktivitäten auf die Schaffung neuer Massennachfrage, die die Binnenkonjunktur anregen soll. Die Abkoppelung Deutschlands von der anziehenden Weltkonjunktur wird zum Teil auf die schwache Binnennachfrage zurückgeführt. Wirtschaftsexperten kritisieren jedoch, dass dabei der doppelte Nachfrageeffekt von den Gewerkschaften keine Berücksichtigung findet. Nachfrage entstehe auch dann, wenn man es Unternehmen erleichtert, Investitionen zu tätigen. (Jedoch ist die Wirkung der Investition der eines vorweggenommenen zukünftigen Konsums gleich, denn investiert wird nur dort, wo später auch Absatz, also Konum erwartet wird. So stimmt die These zwar, aber nur kurzfristig. Denn langfristig ist der Konsum der Zukunft durch die Kredite für die Investitionen in der Vergangenheit bereits gebunden. Somit kann man langfristig sich auf die Betrachtung des Konsums zurückziehen und berechtigterweise den Effekt der doppelten Nachfrage ignorieren.) Allerdings haben die letzten Jahre gezeigt, dass beispielsweise Großunternehmen verstärkt nicht mehr im Inland, sondern auf den Kapitalmärkten oder in Fusionen mit ausländischen Unternehmen investieren. Auch Exportrekorde der deutschen Wirtschaft (die der These mangelnder internationaler Wettbewerbsfähigkeit widersprechen) können die Binnennachfrage nicht ausreichend stützen. Bedeutender ist beim doppelten Nachfrageeffekt jedoch die Nachfrage im Inland. Diese ist naturgemäß hoch, wenn es heimischen Unternehmen gut geht. Denn nicht nur private Haushalte, sondern insbesondere auch heimische Unternehmen konsumieren im Inland, etwa über Zulieferungen. Hohe Löhne oder hohe Abgaben jedoch wirkten diesem Konsum entgegen und verlagerten ihn ins Ausland. Dieser These wird aber mit dem Argument widersprochen, die hohen Löhne an ortsansässige Mitarbeiter würden diesen erst ermöglichen, auch in der Region ihr erarbeitetes Geld auszugeben, sodass sich bei Lohnerhöhungen allenfalls eine Substition von Zahlungen an regionale Zulieferer zu Zahlungen an regionale Mitarbeiter ergebe. Ähnlich sehe es mit Staatsabgaben aus, die auch vom jeweiligen Staat zur Bezahlung seiner Ausgaben in bevorzugt seinem Staatsgebiet verwendet würden.
Wie andere gesellschaftliche Großorganisationen leiden die Gewerkschaften insbesondere seit den 1990er Jahren an Mitgliederschwund. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Häufig genannte sind:
- Unzufriedenheit mit der Politik der Gewerkschaftsführung
- gesellschaftliche Tendenzen zur Individualisierung
- hohe Arbeitslosigkeit
- mangelnde Erfolge der Gewerkschaften im Kampf um Löhne und gegen Arbeitslosigkeit
- Auflösung von Großbetrieben und Verlust übergreifender gemeinsamer Arbeitserfahrung und Interessen
- Zweifel an der Übertragung kurzfristiger Wirtschaftstheorie auf lange Frist
Deutschland
Geschichte
Gewerkschaften haben sich Mitte des 19. Jahrhunderts, nachdem 1869 im Norddeutschen Bund die damalige Gewerbeordnung die Gewerbe- und Koalitionsfreiheit einführte, als Vertragspartner von Unternehmerverbänden während der Industriellen Revolution entwickelt. Seit der Reichsgründung 1871 galten diese Gewerbeordnung sowie Koalitions- und Gewerbefreiheit im ganzen Deutschen Reich. Sie entstanden in einer Zeit, in der die Arbeiterschaft aufgrund der Landflucht in den rapide wachsenden Städten zunächst um ihr Existenzminimum ringen musste und die Unternehmer oft auch noch feudalistische Privilegien besaßen. Es ging zunächst nicht darum, die Unterlegenheit der Arbeitnehmer beim Aushandeln von Arbeitsbedingungen auszugleichen, sondern man musste Gewerkschaften seit je her als Arbeiter-Kartell verstehen, welches lediglich daran interessiert war, die jeweilige Lage ihrer Mitglieder zu verbessern. Dazu schlossen sie sich zusammen und führten Arbeitskämpfe gegen die Unternehmer (z.B. der Bauarbeiterstreik 1925). Bevorzugtes Mittel des Arbeitskampfes war und ist der Streik. In der Entstehungszeit der Gewerkschaften war daneben der Boykott (keiner sollte dort Arbeit aufnehmen, keiner die Produkte kaufen) besonders gewerkschaftsfeindlicher Arbeitgeber ein wirksames Kampfmittel.
Über das Ziel eines reinen Ausgleiches der Bedingungen wurde aus politischen Gründen etliche Male hinausgeschossen, genauso wie es Gang und Gebe war, Gewerkschaften bzw. deren Vorformen zeitweise immer wieder zu verbieten oder gesetzlich zu behindern. Heute sind in Deutschland Gewerkschaften ihrerseits als Interessengruppen gesetzlich privilegiert.
Vor 1933 war die deutsche Gewerkschaftslandschaft entlang parteipolitischer Linien gespalten und größtenteils nach Berufen bzw. Berufsgruppen, also nicht nach dem Prinzip "ein Betrieb - eine Gewerkschaft", organisiert. Der ADGB und der AFA-Bund als größte Gewerkschaftsorganisationen standen der SPD, die Christlichen Gewerkschaften der christlichen Zentrumspartei, die Revolutionäre Gewerkschaftsopposition (RGO) der kommunistischen KPD, die Hirsch-Duncker'schen Gewerkvereine der liberalen DVP und der Deutsch-Nationale Handlungsgehilfenverband (DNHV) der deutsch-nationalen Volkspartei DNVP bzw. in der Endphase der Weimarer Republik sogar der NSDAP nahe.
1920 wehrte der größte Teil der Gewerkschaftsbewegung mit einem gemeinsamen Generalstreik den Kapp-Putsch ab. 1933 dagegen zögerten die Gewerkschaften zunächst mit Massnahmen gegen die aufziehende Hitler-Diktatur. Dennoch wurden viele Gewerkschaftsführer unmittelbar nach der Machtergreifung der Nazis verhaftet und in die ersten Konzentrationslager gesperrt. Gewerkschaftshäuser wurden in vielen Orten von der SA besetzt. Daraufhin versuchten einige andere Mitglieder der Gewerkschaftsführungen zunächst, sich u.a. durch Aufrufe zu dem von den Nazis am 1. Mai 1933 veranstalteten "Tag der Nationalen Arbeit" mit der neuen Führung zu arrangieren, um ihr persönliches Überleben bzw. das Überleben ihrer Organisationen zu sichern. Die Gewerkschaften wurden aber bereits am 2. Mai 1933 von den Nationalsozialisten endgültig zerschlagen. Das Vermögen der Gewerkschaften wurde auf die Nazi-Massenorganisation Deutsche Arbeitsfront (DAF) übertragen und dort zunächst für das "Kraft-durch-Freude"-Programm und später direkt für die Finanzierung kriegswichtiger Produktionsanlagen eingesetzt.
Erst nach dem Sieg der alliierten Mächte über Deutschland wurde unter der Besatzungsmacht ein Wiederaufbau der Gewerkschaften vorangetrieben. Die Alliierten unterstützten dabei in ihren jeweiligen Besatzungszonen höchst unterschiedliche Konzepte.
Das insbesondere von vielen ehemaligen KZ-Insassen unter den Gewerkschaftsführern und dem ersten DGB-Vorsitzenden Hans Böckler verfolgte Konzept, alle Arbeiter und Angestellte in einer parteipolitisch nicht gebundenen Einheitsgewerkschaft zu vereinigen, die nach dem Industriegewerkschaftsprinzip in Branchenorganisationen unter einen starken Dachverband zusammengefasst werden sollten, konnte nicht vollständig umgesetzt werden. Zum einen gab es erfolgreichen Widerstand in den Branchengewerkschaften, vor allem der IG Metall, gegen einen starken Dachverband, zum anderen bildeten sich trotz aller Einheitsaufrufe berufständisch orientierte Organisationen wie der Beamtenbund neben dem 1949 gegründeten DGB neu. Ein Teil der angestellten Mitglieder im DGB spaltete sich später als DAG ab, die bis zur Gründung von Ver.di nicht dem DGB angehörte. In den 50er Jahren versuchten Teile der Adenauer-Regierung und wirtschaftsnahe Kirchenkreise ausserdem, die christlich-sozialen Gewerkschafter aus dem von ihr als der SPD zu nahestehend empfundenen DGB abzuspalten. Dieser Versuch lief auch unter den CDU-Anhängern in den Gewerkschaften weitgehend ins Leere, führte aber dennoch zur Gründung des CGB, dem es bis heute jedoch nie gelang, grössere Mitgliederzahlen zu erreichen.
In der Bundesrepublik waren die deutschen Gewerkschaften (insbesondere DGB, DAG und Beamtenbund) zu großen Organisationen herangewachsen, die ihre Aufgabe in erster Linie in der Vertretung der in ihnen zusammengeschlossenen Mitglieder bei Tarifverhandlungen und bei der Gesetzgebung sahen.
In der sowjetischen Besatzungszone und Großberlin bildete sich der nach Industriegewerkschaftsprinzip und zunächst ebenfalls nach dem parteiübergreifenden Einheitsgewerkschaftsprinzip organisierte FDGB. Nach Gründung der SED 1947 wurden aber umgehend Säuberungen vorgenommen. Christlich-soziale und weiterhin eigenständig sozialdemokratische Gewerkschaftsfunktionäre wurden abgesetzt und mussten in den Westen fliehen, u.a. der spätere CDU-Politiker Ernst Lemmer. In Westberlin spaltete sich daraufhin diese Richtung unter Mitnahme der meisten einfachen Gewerkschaftsmitglieder als Unabhängige Gewerkschaftsorganisation (UGO) vom FDGB ab und vor allem aus ihr entstand später nach der DGB-Gründung der Landesbezirk des DGB in Westberlin.
Die letzten Reste der vor allem an Interessenvertretung der Beschäftigten ausgerichteteten Richtung innerhalb des FDGB wurden nach dem gescheiterten Aufstand am 17. Juni 1953 als "Kapitulanten" oder "Westagenten" ihrer Ämter enthoben. Auch diejenigen, die nach Meinung der SED nicht entschieden genug gegen den Arbeiteraufstand aufgetreten waren, u.a. der Vorsitzende der IG Bau-Holz Franz Jahn und fast alle seine Vorstandskollegen, wurden durch den FDGB ihrer Ämter enthoben. Die Säuberungen reichten bis in die Betriebsebene hinein. Der FDGB wurde damit endgültig zu einer parteigesteuerten DDR-Massenorganisation ohne innere Demokratie. Aus dieser Rolle konnte er auch 1989 nicht ausbrechen. Die Gewerkschaften als Organisationen standen keineswegs an der Spitze der Demokratiebewegung, sondern wurden von ihr ebenso wie der restzliche Partei- und Staatsapparat einfach überrollt. Die schließlich von unten in den Branchenorganisationen erzwungenen Neuwahlen brachten dort zwar neue Kräfte nach vorne, der bisherige FDGB aber wurde von ihnen als letztlich nicht mehr reformierbar angesehen und nach einer Zwischenetappe durch eine Austrittswelle der Mitgliedsgewerkscchaften um den Jahreswechsel 1989/1990 einfach aufgelöst. Die teilweise erneuerten Führungen der DDR-Branchengewerkschaften nahmen unverzüglich Kontakt zu den entsprechenden Branchengewerkschaften in der Bundesrepublik auf, um eine Vereinigung unter weitgehendem Fortbestand ihrer Strukturen zu erreichen. Nach einer Phase der mehr oder weniger engen Kooperation entschieden sich aber die DGB-Gewerkschaften im Einverständnis mit vielen Gewerkschaftsmitgliedern der DDR-Gewerkschaften und letztlich auch den meisten Basisfunktionären in Ostdeutschland für eine einfache Ausdehnung der westdeutschen Gewerkschaften und des DGB nach Ostdeutschland durch Aufbau neuer örtlicher bzw. regionaler DGB- und Gewerkschaftsstrukturen.
Die deutsche Vereinigung bescherte den westdeutschen Gewerkschaften zunächst mehrere Millionen neuer Mitglieder, von denen aber nach dem Zusammenbruch der ostdeutschen Industrie viele wieder ausschieden. Die Scheinblüte und die stark gewachsenen Aufgaben durch die Aufnahme mehrerer Milllionen Neumitglieder im Osten führte bei allen DGB-Gewerkschaften zu einer deutlichen Personalverstärkung, die in der Folge nach dem Wegbrechen der Mitgliederzahlen viele der damals noch 16 DGB-Gewerkschaften mit zu Fusionen mit größeren Branchenorganisationen zwang, bei der nur noch 8 Branchengewerkschaften im DGB übrig blieben: GEW, GdP, IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU), IG BCE, IG Metall, NGG, transnet und Ver.di (die bei ihrer Gründung auch die DAG wieder mit in den DGB einbeziehen konnte).
In der letzten Zeit müssen die deutschen Gewerkschaften mit hohen Mitgliederverlusten leben. Nur noch ca. 25% der Arbeitnehmer sind in den DGB-Gewerkschaften gewerkschaftlich organisiert.
Rechtsstatus
Gewerkschaften stehen als sozialpolitische Koalitionen unter dem besonderen Schutz der grundgesetzlich ([http://bundesrecht.juris.de/bundesrecht/gg/art_9.html Artikel 9 Abs. 3 GG]) gewährleisteten Unabdingbarkeit des Rechtes auf die Bildung von Vereinigungen zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen, darum sind Abreden zur Einschränkung oder Behinderung dieses Rechtes nichtig und rechtswidrig.
Manche Gewerkschaften organisieren sich jedoch als eingetragener Verein und sind deshalb juristische Personen des Privatrechts. Dies gilt z.B. für die vor einigen Jahren aus verschiedenen Gewerkschaften neu gegründete Vereinigte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.
Sofern sie keine eingetragenen Vereine sind, werden sie aber dennoch als "rechtsfähige" Personenvereinigung behandelt, was eine rechtliche Besonderheit ist. Sie ähneln darin besonders den deutschen Parteien.
Es gibt auch Gewerkschaften, deren Status umstritten ist. So hat die IG Metall ein "Beschlussverfahren" gegen die Christliche Gewerkschaft Metall (CGM) eingeleitet mit dem Ziel, das Arbeitsgericht solle beschließen, dass die CGM keine Gewerkschaft im arbeitsrechtlichen Sinne sei. Die IG Metall verweist darin u.a. auf das Mächtigkeitsprinzip (Mächtigkeitsprinzip bedeutet, dass eine Gewerkschaft in der Lage sein muss, die Interessen ihrer Mitglieder mit Arbeitskampfmitteln - z. B. Streik - durchzusetzen) und spricht der CGM die Gewerkschaftseigenschaft ab. Die CGM wiederum wirft der IG Metall vor, lediglich eine lästige Konkurrenz beseitigen zu wollen. Das Landesarbeitsgerich Baden-Württemberg hat in seiner jüngsten Entscheidung einen Beschluss des AG Stuttgart aufgehoben und der CGM die Gewerkschaftseigenschaft bestätigt. (AZ 4 TaBV 1 /04 vom 1.10.04) Die IG Metall bestreitet das und will deswegen in die nächste Instanz (Bundesarbeitsgericht) gehen.
Finanzierung
Gewerkschaften finanzieren sich über Mitgliedsbeiträge. Früherer Slogan: "Ein Pfennig von jeder Mark - dieser Beitrag macht uns stark".
Die Tantiemen, die gewerkschaftliche Mitglieder der im DGB zusammengeschlossenen Gewerkschaften in Aufsichtsräten erhalten, wenn sie von diesen Gewerkschaften in die Aufsichtsräte entsandt sind, sollen, bis auf eine Kosten-/Aufwandserstattung, der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung gespendet werden.
Die korrekte Abführung diese Aufsichtsrats-Bezüge wird einmal jährlich veröffentlicht (bei der IG Metall z.B. in der Mitgliederzeitschrift "METALL"). Nicht korrekt abgeführte Aufsichtsratsbezüge werden öffentlich gerügt.
So haben die Mitglieder die Möglichkeit diese Kandidaten bei der nächsten Aufstellung zur Wahl in den Aufsichtsrat hierzu zu befragen.
Bei den anderen Gewerkschaften in Deutschland sorgen die jeweiligen Revisoren und Vertrauensleute für Ordnung.
Belgien
In Belgien gibt es verschiedene Gewerkschaftsrichtungen, unter anderem Freie Gewerkschaften. Der mitgliederstärkste Gewerkschaftsbund in Belgien CSC ist christlich-sozial orientiert. Die Confédération Générale des Syndicats Libéraux de Belgique ist ein unabhängiger Gewerkschaftsbund, der zweitgrößte Gewerkschaftsbund insgesamt. In Belgien existiert ausserdem ein sozial-liberal orientierter Gewerkschaftsbund. Belgien hat mit ca. 80% der Beschäftigten einen der höchsten gewerkschaftlichen Organisationsgrade in Europa.
Spanien
In Spanien gibt es verschiedene Gewerkschaftsbünde. Zu den größten gehören ,,Comisiones Obreras", Confederación General del Trabajo und ,,Union Sindical Obrera". Regionale Organisationen sind die Confederación Intersindical Galego in Galicien, die baskische demokratische ELA-STV und die baskische nationalistische Langile Abertzalen Batzordeak.
Desweiteren ist die anarcho-syndikalistische Gewerkschaft Confederación Nacional del Trabajo (CNT) eine einflussreiche Gewerkschaft, v.a. im katalanischen Raum um Barcelona.
USA
Die US-Gewerkschaften entstanden nicht wie die europäischen Gewerkschaften aus klassenkämpferischen Motiven, sondern war überwiegend eine Schutzgemeinschaft gegenüber den Einwanderern und den Nichtorganisierten. In der Anfangszeit wurden US-Arbeitgeber oft durch Erpressung und Gewalt dazu gezwungen nur Gewerkschaftsmitglieder einzustellen. Umgekehrt war die Mitgliedschaft in einer US-Gewerkschaft üblicherweise an hohe Eintrittsgebühren oder Abgabe eines Großteils des Lohnes gebunden. Seit dem späten 20 Jahrhundert wandelte sich die US-Gewerkschaften immer mehr zu einer ganzheitlichen Vertretung aller Arbeitnehmer.
Siehe auch
- Liste mit Gewerkschaften
- Gewerkschaften in Österreich
- Gewerkschaften in der Schweiz
- Gewerkschaften in Europa
- Tarifvertragsrecht
- Arbeitsrecht
- Lohn
- Personalvertretung
- Mitarbeitervertretung
- Unternehmensmitbestimmung
- Mitbestimmung
- Syndikat
- Sozialabbau
Literatur
- Oskar Negt: Wozu noch Gewerkschaften? Eine Streitschrift. Göttingen, 2005.
- Hälker, Juri 2004: Betriebsräte in Rollenkonflikten. Betriebspolitisches Denken zwischen Co-Management und Gegenmacht. Rainer Hampp Verlag. ISBN 3-87988-800-0, [http://www.hampp-verlag.de/hampp_hits.htm auch online].
- Weis, Harald (2005): US-Gewerkschaften verlieren an Einfluss in: VDI-Nachrichten vom 17.06.2005, Seite 4, u. a. über die Geschichte der US-Gewerkschaften.
Populärwissenschaftliche Literatur
- Johannes M. Waidfeld: Wachstum, der Irrtum Wohlstand, eine gesellschaftliche Betrachtung. Fischer & Fischer Medien AG, Frankfurt 2005, ISBN 3-89950-076-8
Weblinks
Aktuelle Diskussion
- [http://www.sopos.org/aufsaetze/426ffd00396d3/1.phtml Jeannine Geißler - Gewerkschaften in Deutschland: Gefesselte Riesen]
- [http://www.gegenstandpunkt.com/gs/04/1/metall.htm Neue Sitten in den Tarifverhandlungen] - Zum aktuellen Stand zwischen Unternehmern und Gewerkschaften (GegenStandpunkt - Politische Vierteljahreszeitschrift, 1-2004)
- [http://www.linksnet.de/artikel.php?id=1013 Detlev Hensche - Wozu noch Gewerkschaften?]
- [http://www.linksnet.de/artikel.php?id=1105 Arbeit? Emanzipation? passive Revolution.] Metamorphosen der Arbeitspolitik und die Zukunft der Gewerkschaften
- [http://www.linksnet.de/artikel.php?id=678 Alles "Flexi"? auch der Streik?] Die Arbeitskampfstrategie der IG Metall in der Tarifrunde 2002
- [http://www.linksnet.de/artikel.php?id=1120 Mehr Arbeit für weniger Geld] Veränderung der Erwartungshaltungen in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie
- [http://www.linksnet.de/artikel.php?id=955 Horst Schmitthenner (IGM) - Machtkampf der Unternehmer] Ende des Arbeitskampfs Ost (2003): Es geht um mehr als drei Stunden weniger
- [http://www.linksnet.de/artikel.php?id=957 Joachim Bischoff - Worüber streitet die IG Metall? Personelle Machtansprüche oder gewerkschaftliche Strategie] zum Führungsstreit Peters-Huber 2003
- [http://www.linksnet.de/artikel.php?id=1130 Henker überflüssig] - Der Flächentarifvertrag wird ausgehebelt - auch ohne Gesetz
- [http://www.linksnet.de/artikel.php?id=946 Standpunkte des Arbeitslosenverband Deutschland e. V. 2003]
- [http://www.gegenargumente.at/gewerkschaft/oegb.htm Der ÖGB: Die österreichische Staatsgewerkschaft wehrt sich gegen ihre Entmachtung] - Werdegang und Krise einer nationalen Arbeitervertretung
- [http://www.gegenargumente.at/gewerkschaft/oegb_bilanz.htm Bilanz der ÖGB-Urabstimmung] - Anpassung eines notorischen "Sozialpartners" an die neuen Vorgaben der anderen Seite
- [http://www.mehr-freiheit.de/faq/gewerk.html Anarcho-Kapitalistische Kritik an den Gewerkschaften]
Allgemein
- [http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/gewerk/dgbix.htm Der DGB - Gewerkschaft perfekt] - Analyse und Kritik der Politik des Deutschen Gewerkschaftsbundes (Online-Artikel)
- [http://www.dgb.de Homepage von Deutschen Gewerkschaftsbund: Dachverband mit 8 Mitgliedsgewerkschaften]
- [http://www.oegb.at Homepage vom Österreich. Gewerkschaftsbund: Dachverband mit 13 Mitgliedsgewerkschaften]
- [http://www.sgb.ch Homepage vom Schweizerischen Gewerkschaftsbund: Dachverband mit 11 Mitgliedsgewerkschaften]
- http://www.verdi.de Homepage der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Berlin
- [http://www.igmetall.de/ Homepage der IG Metall in Deutschland]
- [http://www.gew.de Homepage der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft] Für Beschäftigte im Bildungsbereich (ErzieherInnen, SozialpädagogInnen, LehrerInnen, WeiterbildnerInnen u.a.
- [http://www.igbau.de Homepage der Industriegewerkschaft Bauen Agrar Umwelt]
- [http://www.CGM.de/ Christliche Gewerkschaft Metall]
- http://www.ngg.net Homepage Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten, Hamburg
- [http://www.auge-salzburg.at Homepage der Alternativen und grünen GewerkschafterInnen - Unabhängige GewerkschafterInnen - Salzburg (AUGE/UG)]
- [http://www.boeckler.de/ Hans-Böckler-Stiftung]
Kategorie:Tarifvertragsrecht
Kategorie:Wirtschaft
Kategorie:Arbeiterbewegung
ja:労働組合
ko:노동조합
Deutscher Gewerkschaftsbund
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) ist die größte Dachorganisation von Einzelgewerkschaften. Ihm gehören acht Mitgliedsgewerkschaften in der Bundesrepublik Deutschland an, jedoch gehören nicht alle Einzelgewerkschaften Deutschlands zum DGB (siehe Liste von Gewerkschaften). Der Vorstand des DGB hat seinen Sitz in Berlin.
Der DGB versteht sich als Stimme der Gewerkschaften und Arbeitnehmer gegenüber politischen Entscheidungsträgern und Verbänden in Bund, Ländern und Gemeinden und koordiniert die gewerkschaftlichen Aktivitäten. Er ist von Anfang an dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft verpflichtet.
Geschichte
Der DGB wurde am 12. Oktober 1949 in München gegründet. Damals verabschiedete der Bundeskongress der Gewerkschaften die "Satzung des DGB", die zwischenzeitlich mehrmals geändert bzw. neu gefasst wurde. Demnach ist der DGB eine "Vereinigung von Gewerkschaften" mit Sitz in Berlin.
Bei Gründung des DGB 1949 hatte dieser insgesamt 16 Mitgliedsgewerkschaften. 1978 schloss sich die Gewerkschaft der Polizei (GdP) als 17. Gewerkschaft dem DGB an. 1989 fusionierten die IG Kunst, Kultur und Medien mit der IG Druck und Papier, so dass sich die Mitgliederzahl wieder auf 16 reduzierte. 1996 fusionierten die IG Bau-Steine-Erden mit der Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft so dass es 15 Mitglieder waren. 1997 fusionierten die
IG Bergbau und Energie (IG BE), die IG Chemie, Papier, Keramik (IG Chemie) und die Gewerkschaft Leder zur IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE), damit waren es noch 13 Mitglieder. Zwischen 1998 und 2000 gingen die Gewerkschaft Holz und Kunststoff und die Gewerkschaft Textil und Bekleidung in der IG Metall auf. Somit gab es noch elf Mitglieder und 2001 fusionierten vier Mitgliedsgewerkschaften des DGB unter Einbeziehung der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG), die nicht Mitglied im DGB war, zur neuen Gewerkschaft ver.di. Somit gibt es seit März 2001 nur noch acht Mitgliedsgewerkschaften im DGB.
Vorläufer des DGB war der Allgemeine Deutsche Gewerkschaftbund (ADGB).
In der ehemaligen DDR gab es den Freien Deutschen Gewerkschaftsbund (FDGB), welcher jedoch nicht mit dem DGB vergleichbar ist.
Mitgliedsgewerkschaften des DGB mit ihren Sitzen
- IG Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) in Frankfurt am Main, am 1. Januar 1996 entstanden aus:
- IG Bau-Steine-Erden (IG BSE)
- Gewerkschaft Gartenbau, Land- und Forstwirtschaft
- IG Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) in Hannover, 1997 entstanden aus:
- IG Bergbau und Energie (IG BE)
- IG Chemie, Papier, Keramik (IG Chemie)
- Gewerkschaft Leder
- Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Frankfurt am Main
- IG Metall (IGM) in Frankfurt am Main, mit den in ihr aufgegangenen Gewerkschaften:
- Gewerkschaft Holz und Kunststoff
- Gewerkschaft Textil und Bekleidung
- Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Hamburg
- Gewerkschaft der Polizei (GdP) in Berlin mit Geschäftsstelle in Hilden
- TRANSNET – Gewerkschaft der Eisenbahner Deutschlands (GdED) in Frankfurt am Main
- Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft e.V. (ver.di) in Berlin, entstanden 2001 aus:
- Deutsche Angestellten-Gewerkschaft e.V. (DAG), diese war nicht Mitglied im DGB
- Deutsche Postgewerkschaft e.V. (DPG)
- Gewerkschaft Handel, Banken und Versicherungen e.V. (HBV)
- IG Medien – Druck und Papier, Publizistik und Kunst e.V. (IG Medien), 1989 entstanden aus:
- IG Druck und Papier
- IG Kunst, Kultur und Medien
- Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr e.V. (ÖTV)
Organe des DGB
Die Organe des DGB sind:
- Bundeskongress
- Bundesausschuss
- Bundesvorstand
- Revisionskommission
Das höchste Organ ist der Bundeskongress, welcher alle vier Jahre tagt. Zwischen den Bundeskongressen nimmt der Bundesausschuss die Aufgaben wahr.
Höchster Repräsentant des DGB ist der Vorsitzende als Leiter eines mehrköpfigen "Vorstands".
Die Revisionskommission besteht aus drei Mitgliedern. Sie überwacht u. a. die Kassenführung und die Jahresabrechnung des Bundes und berichtet hierüber dem Bundeskongress bzw. Bundesausschuss.
Bezirke und Regionen
Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr
Der DGB ist in 9 Bezirke und 88 Regionen gegliedert. Die Bezirke dienen auf Landesebene zur Lobbyarbeit, die Regionen sind der kommunale Ansprechpartner.
Die 9 Bezirke sind:
- Nord (Schleswig-Holstein, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern)
- Niedersachsen - Bremen - Sachsen-Anhalt
- Berlin-Brandenburg
- Nordrhein-Westfalen
- Hessen-Thüringen
- Sachsen
- West (Rheinland-Pfalz, Saarland)
- Baden-Württemberg
- Bayern
Vorsitzende des DGB
- 1949–1951: Dr. Hans Böckler
- 1951–1952: Christian Fette
- 1952–1956: Walter Freitag
- 1956–1962: Willi Richter
- 1962–1969: Ludwig Rosenberg
- 1969–1982: Heinz-Oskar Vetter
- 1982–1990: Ernst Breit
- 1990–1994: Heinz-Werner Meyer
- 1994–2002: Dieter Schulte
- 2002–heute: Michael Sommer
Literatur
Standardpublikationen zum DGB:
- Quellen zur Geschichte der Deutschen der deutschen Gewerkschaftsbewegung im 20. Jahrhundert, Köln
- Schneider, Michael, Kleine Geschichte der Gewerkschaften. Ihre Entwicklung in Deutschland von den Anfängen bis heute, Bonn 2000.
- Schönhoven, Klaus, Die deutschen Gewerkschaften, Frankfurt am Main 1987.
Aktuelle wissenschaftliche Gewerkschaftspublikationen
- Ulrich Borsdorf/Karl Lauschke: Hans Böckler, 2 Bde., Köln 2005.
- Klaus Kempter: Eugen Loderer und die IG Metall. Biographie eines Gewerkschafters, Filderstadt 2004.
Schroeder, Wolfgang. Bernhard Weßels 2003, Die Gewerkschaften in Politik und Gesellschaft der Bundesrepublik Deutschland. Ein Handbuch. Westdeutscher Verlag
Extras:
- Der Deutsche Gewerkschaftsbund – Die Partei der Arbeit im Dienste von Wirtschaft und Nation. München 1982. Vergriffen, deshalb: [http://www.gegenstandpunkt.com/vlg/gewerk/dgbix.htm Kostenlose Online-Version] Marxistische Gruppe, München
Siehe auch
- DGB-Jugend
- Hans-Böckler-Stiftung
- Deutscher Bauernverband e.V.
- Deutscher Beamtenbund
- Christlicher Gewerkschaftsbund
Weblinks
- http://www.boeckler.de
- http://www.fes.de/archiv/5abt/_abt5set.htm
- http://www.dgb.de/
- http://www.dgb-jugend.de/
- http://dmoz.org/World/Deutsch/Gesellschaft/Arbeit_und_Beruf/Organisationen/Gewerkschaften/Deutschland/
- [http://www.dgb-bw.de/aufstehn/ Aufstehn, damit es endlich besser wird:] 3.und 4. April
Kategorie:Deutsche Gewerkschaft
Kategorie:Organisation in Berlin
Wikiquote Michael Sommer
30. Januar
Der 30. Januar (in Österreich: 30. Jänner) ist der 30. Tag des Gregorianischen Kalenders.
Ereignisse
- 1018 - Frieden von Bautzen zwischen Polen und dem Heiligen Römischen Reich.
- 1835 - Attentat auf US-Präsident Andrew Jackson.
- 1879 - Frankreich. Jules Grévy wird neuer Staatspräsident.
- 1933 - Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler (Machtergreifung)
- 1945 - Untergang der Wilhelm Gustloff
- 1948 - Neu-Delhi, Indien. Mahatma Gandhi wird erschossen.
- 1953 - Spanien wird Mitglied in der UNESCO.
- 1968 - Nordvietnamesische und Vietcong Einheiten beginnen die Tet-Offensive
- 1972 - Am so genannten Blutsonntag werden in Nordirland mindestens 14 proirische Demonstranten erschossen (Bloody Sunday).
- 1972 - Pakistan tritt aus dem Commonwealth aus
- 1980 - Deutschland. Die rechtsextremistische Wehrsportgruppe Hoffmann wird vom Bundesinnenministerium verboten.
- 1981 - Erste Großdemonstration gegen Atomkraftwerke in der BRD in Brokdorf nahe Itzehoe
- 1982 - Große Proteste um die geplante Startbahn West des Frankfurter Flughafens
- 1992 - Kasachstan wird Mitglied in der OSZE (Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa)
- 1994 - Die deutschen Blauhelme beenden ihren humanitären Hilfseinsatz in Somalia
- 1994 - Algerien. Liamine Zéroual wird neuer Staatspräsident.
- 1996 - Ottawa, Kanada. Die Regierung erlässt ein Gesetz über den Sonderstatus der Provinz Quebec.
- 2003 - Der Weltsicherheitsrat verabschiedet eine Resolution, die die sofortige Befreiung aller Kindersoldaten fordert
- 2003 - Madagaskars Staatspräsident Marc Ravalomanana besucht Deutschland
Kultur
- 1667 - Uraufführung des musikalischen Dramas Atalanta von Johann Caspar Kerll in München.
- 1827 - Uraufführung der komischen Oper L'Artisan von Fromental Halévy an der Opéra-Comique in Paris.
- 1838 - Uraufführung der Oper Maria de Rudenz von Gaetano Donizetti am Teatro La Fenice in Venedig.
- 1914 - Uraufführung der Operette Endlich allein von Franz Lehár am Theater an der Wien in Wien.
- 2005 - Die 1000. Folge der TV-Serie Lindenstraße wird ausgestrahlt
Wirtschaft
- 1962 - Doppelbesteuerungsabkommen zwischen Deutschland und Dänemark
- 1965 - Investitionsschutzabkommen zwischen Taiwan und Deutschland
Katastrophen
- 1974 - Absturz einer Boeing 707 der PanAm
- 2000 - Dammbruch einer Absetzanlage in Baia Mare (Rumänien), der eine schwere Umweltkatastrophe zur Folge hat
Sport
- Einträge im Bereich Formel 1 siehe Formel 1.
- Einträge von Leichtathletik-Weltrekorden s. u. der jeweiligen Disziplin unter Leichtathletik.
- 1948 - Eröffnung der V. Olympischen Winterspiele in Sankt Moritz, Schweiz
- 1998 - Vitali Klitschko gewinnt seinen Boxkampf gegen Alben Belinski in München, Deutschland, durch KO
Geboren
- 58 v. Chr. - Livia, Frau des römischen Kaiser Augustus
- 133 - Didius Julianus, römischer Kaiser
- 1517 – Johann Aurifaber, Theologe
- 1543 - Tokugawa Ieyasu, japanischer Feldherr, Shōgun und einer der "drei Reichseiniger"
- 1573 - Georg Friedrich (Baden), Markgraf von Baden-Durlach
- 1599 - Hans Georg von Schleinitz, deutscher Verwaltungsbeamter und Gelegenheitsdichter
- 1687 - Johann Balthasar Neumann, Baumeister des Barock
- 1697 - Johann Joachim Quantz, deutscher Komponist
- 1721 - Bernardo Bellotto, italienischer Maler
- 1723 - Christian Gottlieb Kratzenstein, deutscher Professor und Naturforscher
- 1736 - Michael Ignaz Schmidt, deutscher Theologe
- 1767 - Ulrich Jasper Seetzen, Arzt, Gelehrter, Naturforscher, Reisender und deutscher Orientalist
- 1775 - Walter Savage Landor, englischer Schriftsteller
- 1781 - Adelbert von Chamisso, deutscher Dichter und Botaniker
- 1789 - Heinrich Julius Holtzmann, Shakespeareübersetzer
- 1789 - Wolf Heinrich Graf von Baudissin, deutscher Diplomat, Schriftsteller und Übersetzer
- 1814 - Ferdinand Schichau, Ingenieur und Werftbesitzer
- 1827 - Wilhelm Heine, deutscher Maler und Reisender
- 1832 - Karl von Thielen, deutscher Politiker
- 1833 - Marie Wilt, österreichische Sängerin
- 1841 - Félix Faure, 7. Präsident Frankreichs
- 1841 - Samuel Loyd, US-amerikanischer Spiele-Erfinder und Rätselspezialist
- 1844 - Otto Leßmann, deutscher Komponist und Musikkritiker
- 1845 - José Domingo de Obaldía, zweiter Staatspräsident von Panama
- 1846 - Francis Herbert Bradley, englischer Philosoph
- 1846 - Max Fürbringer, Anatom, Ornithologe, Mediziner
- 1849 - Josef Anton Schobinger, Schweizer Politiker
- 1877 - Sigfús Einarsson, isländischer Komponist
- 1882 - Franklin D. Roosevelt, US-amerikanischer Politiker, 32. Präsident der USA
- 1883 - Hildegard Burjan, deutsche Ordensgründerin und Politikerin
- 1885 - Iuliu Hossu, Bischof von Fagaras und Kardinal
- 1889 - Antonio Caggiano, Erzbischof von Buenos Aires und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1889 - José Garibi y Rivera, Erzbischof von Guadalajara und Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1890 - Emy Roeder, deutsche Bildhauerin und Malerin
- 1891 - Max Drischner, deutscher Komponist, Oragnist und Cembalist
- 1893 - Albert Hochleitner, österreichischer Politiker
- 1894 - Boris III. (Bulgarien), König von Bulgarien
- 1895 - Wilhelm Gustloff, deutscher Nationalsozialist und Landesgruppenleiter der NSDAP-Auslandsorganisation
- 1897 - Georg Hann, österreichischer Kammersänger
- 1899 - Max Theiler, südafrikanischer Bakteriologe (Medizinnobelpreis 1951)
- 1900 - Isaak Ossipowitsch Dunajewski, ukrainischer Musiker und Komponist
- 1901 - Hans Erich Nossack, deutscher Schriftsteller
- 1901 - Rudolf Caracciola, deutscher Autorennfahrer
- 1902 - Nikolaus Pevsner, deutschstämmiger Kunsthistoriker
- 1903 - Slátan Dudow, bulgarischer Regisseur
- 1904 - Fritz Duda, deutscher Maler und Grafiker
- 1906 - Carl Merz, österreichischer Kabarettist und Schriftsteller
- 1908 - Otto Heinrich Greve, deutscher Politiker und MdB
- 1910 - Carola Höhn, deutsche Schauspielerin
- 1911 - Roy Eldridge, US-amerikanischen Jazztrompeter
- 1912 - Barbara Tuchman, US-amerikanische Reporterin und Autorin
- 1915 - Horst Feistel, deutscher Kryptologe
- 1915 - Joachim Peiper, Obersturmbannführer der Waffen-SS
- 1915 - John Profumo, britischer Politiker
- 1917 - Paul Frère, ehemaliger belgischer Rennfahrer
- 1919 - Ernst Gutting, emeritierter Weihbischof von Speyer
- 1920 - Delbert Mann, US-amerikanischer Regisseur
- 1923 - Alexander Brändle, Kinderbuch- und Science-Fiction-Autor, Dichter
- 1924 - Hans Künzi, Schweizer Politiker
- 1924 - Lloyd Alexander, US-amerikanischer Fantasy-Schriftsteller
- 1925 - Douglas C. Engelbart, US-amerikanischer Erfinder deutsch-norwegischer Herkunft
- 1927 - Olof Palme, schwedischer Sozialdemokrat und Premierminister
- 1928 - Ruth Brown, US-amerikanische Sängerin
- 1930 - Alfred Herrhausen, deutscher Bankier und Vorstandssprecher der Deutschen Bank
- 1930 - Egon Klepsch, deutscher Politiker und MdB
- 1930 - Usko Meriläinen, finnischer Komponist und Dirigent
- 1931 - Gene Hackman, US-amerikanischer Schauspieler
- 1934 - Giovanni Battista Re, Kardinal der römisch-katholischen Kirche
- 1935 - Richard Brautigan, US-amerikanischer Schriftsteller
- 1936 - Horst Jankowski, deutscher Jazzpianist und Bandleader
- 1937 - Boris Spasski, russischer Schachweltmeister
- 1937 - Boris Wassiljewitsch Spasski, russischer Schachspieler
- 1937 - Vanessa Redgrave, britische Theater- und Filmschauspielerin
- 1938 - Islam Karimow, usbekischer Politiker und Staatspräsident
- 1941 - Gregory Benford, US-amerikanischer Science-Fiction-Autor
- 1941 - Richard Cheney, US-amerikanischer Politiker, Vizepräsident der USA
- 1942 - Heidi Brühl, deutsche Schauspielerin und Sängerin
- 1943 - Günter Hirsch, Präsident des Bundesgerichtshofs
- 1943 - Marty Balin, US-amerikanischer Sänger
- 1943 - Wolfgang Spanier, deutscher Politiker und MdB
- 1945 - Steve Marriott, britischer Rockmusiker
- 1949 - Peter Agre, US-amerikanischer Chemiker
- 1951 - Phil Collins, britischer Rock/Pop-Sänger, Schlagzeuger, Komponist und Schauspieler
- 1952 - Christa Moog, deutsche Schriftstellerin
- 1952 - Lorenz-Günther Köstner, deutscher Fußballtrainer
- 1954 - Jochen Kowalski, deutscher Countertenor
- 1957 - Payne Stewart, US-amerikanischer Golfspieler
- 1961 - Ulrike Dietmann, deutsche Autorin
- 1961 - Richard Reichensperger, österreichischer Journalist und Literaturkritiker
- 1962 - Abdullah II., König von Jordanien
- 1963 - Pam Fletcher, US-amerikanische Skirennläuferin
- 1963 - Thomas Brezina, österreichischer Kinder-und Jugendbuchautor, Fernsehmoderator
- 1967 - Sergei Wladimirowitsch Tschepikow, russischer Biathlet
- 1968 - Felipe von Spanien, spanischer Thronfolger
- 1969 - Alexei Drejew, russischer Schachspieler
- 1974 - Christian Bale, britischer Schauspieler
- 1981 - Dimitar Berbatov, bulgarischer Fußballspieler
Gestorben
- 1181 - Takakura, 80. Kaiser von Japan (1168 - 1180)
- 1629 - Carlo Maderno, italienischer Baumeister
- 1649 - Karl I. (England), König von Großbritannien und Irland
- 1652 - Georges de la Tour, französischer Maler des Barock
- 1729 - Lothar Franz von Schönborn, Bischof des Bistums Bamberg und Erzbischof des Bistums Mainz
- 1771 - Franz Martin Kuen, deutscher Maler
- 1837 - Gottfried Daniel Krummacher, reformierter protestantischer Theologe
- 1843 - Friedrich von Adelung, war ein deutscher Jurist und Philosoph
- 1867 - Komei, 121. Kaiser von Japan
- 1880 - Paul Devaux, belgischer Staatsmann
- 1881 - Jacques-Nicolas Lemmens, belgischer Organist und Komponist
- 1889 - Maria von Vetsera, österreichische Adlige
- 1895 - Hermann August Jacques Gruson, Erfinder, Wissenschaftler und Unternehmer
- 1898 - Jules Péan, französischer Chirurg
- 1903 - Ernst Mey, Unternehmer in Paris und Leipzig
- 1928 - Johannes Fibiger, dänischer Bakteriologe, Pathologe und Medizinnobelpreisträger
- 1928 - Karl Bleibtreu, deutscher Schriftsteller
- 1944 - Willy Jaeckel, deutscher Maler
- 1948 - Mahatma Gandhi, geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung
- 1948 - Orville Wright, US-amerikanischer Flugpionier und Flugzeugbauer
- 1951 - Ferdinand Porsche, österreichisch-deutscher Autokonstrukteur
- 1953 - Ernst August von Hannover, Herzog von Braunschweig-Lüneburg, letzter regierender Herzog von Braunschweig-Lüneburg
- 1958 - Ernst Heinrich Heinkel, deutscher Flugzeugkonstrukteur
- 1958 - Remshalden, deutscher Ingenieur und Luftfahrtpionier
- 1963 - Francis Poulenc, französischer Pianist und Komponist
- 1969 - Dominique Georges Pire, belgischer Theologe, (Friedensnobelpreis 1958)
- 1969 - Fritzi Massary, österreichische Sängerin und Schauspielerin
- 1969 - Georges Pire, belgischer Mönch
- 1972 - Karel Boleslav Jirák, tschechischer Komponist
- 1974 - Frida Hockauf, Weberin im 'VEB Mechanische Weberei Zittau'
- 1975 - Boris Blacher, deutscher Musikwissenschaftler und Komponist
- 1976 - Arnold Gehlen, deutscher Philosoph und Soziologe
- 1978 - Mindru Katz, israelischer Komponist
- 1980 - Professor Longhair, US-amerikanischer Musiker
- 1982 - Lightnin' Hopkins, US-amerikanischer Musiker
- 1986 - Iwan Dmitrijewitsch Papanin, sowjetischer Polarforscher
- 1991 - John Bardeen, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger.
- 1991 - Kurt Bittel, deutscher Archäologe
- 1995 - Fritz Buri, Pfarrer und Professor für Theologie
- 1997 - Ulrich Kiesow, deutscher Fantasy-Schriftsteller
- 1998 - Ferdy Mayne, deutscher Schauspieler
- 1998 - Samuel Eilenberg, polnischer Mathematiker, gilt er als Begründer der Kategorientheorie
- 2001 - Jean-Pierre Aumont, französischer Schauspieler
- 2002 - Bernt von Kügelgen, Journalist
- 2002 - Inge Morath, österreichisch-US-amerikanische Fotografin
- 2003 - Michael Geyer, deutscher Publizist
- 2005 - Josef Gräßle-Münscher, deutscher Jurist
- 2005 - Wolfgang Becker, deutscher Filmregisseur
Feier- und Gedenktage
- Kirchliche Gedenktage
- Drei Hierarchen (orthodox)
- Aldegundis von Maubeuge, Äbtissin (katholisch)
- Martina, Märtyrin (katholisch)
- Bathilde, Königin und Nonne
Siehe auch
:29. Januar - 31. Januar
:30. Dezember - 30. Februar
:Historische Jahrestage - Zeitskala
:Wikipedia:Glaskugel - Wikipedia:Formatvorlage Tag
0130
ja:1月30日
ko:1월 30일
simple:January 30
th:30 มกราคม
IG Metall
Die IG Metall (IGM) ist mit knapp 2,4 Millionen Mitgliedern vor der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft ver.di die größte Einzelgewerkschaft in der Bundesrepublik Deutschland und ebenfalls die weltweit größte Arbeitnehmer-Vertretung. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und vertritt die in ihr organisierten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Metallindustrie, des Metallhandwerks, der Textil- und Bekleidungsindustrie sowie der Holz- und Kunststoffindustrie. Die zuletzt genannten Bereiche erst seit 1998 bzw. 2000 als die Gewerkschaft Textil und Bekleidung (GTB) und die Gewerkschaft Holz und Kunststoff (GHK) der IG Metall beitraten.
Die IG Metall ist Mitglied im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), im Europäischen Metallgewerkschaftsbund (EMB) und im Internationalen Metallgewerkschaftsbund (IMB).
Geschichte
- bis 1878: Gründung der ersten Arbeitervereine
- 1878-90: Sozialistengesetze von Bismarck
- 1890: Gründung der Generalkommission der Gewerkschaften Deutschlands
- 1891: Gründung des Deutschen Metallarbeiter-Verbands (DMV), die wichtigste Vorläuferorganisation der IG Metall. Der DMV entwickelte sich schnell zur größten deutschen Einzelgewerkschaft im Kaiserreich und in der Weimarer Republik
- 1892: Erster Kongress der Gewerkschaften Deutschlands
- bis 1914: Große Berg-, Metall- und Werftarbeiterstreiks
- 1919: Gründung des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes
- 1919: Festschreibung der Koalitionsfreiheit in der Weimarer Verfassung
- 1919: Rechtsverbindlichkeit von Tarifverträgen
- 1920: Betriebsrätegesetz
- 1920: Gesetz über die Arbeitslosenversicherung
- 1933: Die Nationalsozialisten zerschlagen die freien Gewerkschaften
- 1945-49: Neuformierung nach dem Prinzip der Einheitsgewerkschaft
- 1949: Gründung der IG Metall für die Bundesrepublik Deutschland
- 1949: Gründungskongreß des DGB
- 1949: Tarifvertragsgesetz
- 1949: Verankerung der Koalitionsfreiheit im Grundgesetz
- 1951: Mitbestimmungsgesetz
- 1952: Betriebsverfassungsgesetz
- 1954: Erstmals tarifliche Sonderzahlung (Weihnachtsgeld)
- 1955: Urteil des Bundesarbeitsgerichts gegen Frauenlohngruppen
- 1956/57: Streik um die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
- 1959: 5-Tage-Woche im Steinkohlebergbau
- 1962: Erstmals tarifliches Urlaubsgeld
- 1965: 40-Stunden-Woche in der Druckindustrie
- 1967: 40-Stunden-Woche in der Metallindustrie
- 1970: Gesetz über Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
- 1972: Novellierung Betriebsverfassungsgesetz
- ab 1975: Rationalisierungs- und Einkommensschutz rückt in den Mittelpunkt
- 1978: Streik um die 35-Stunden-Woche Stahlindustrie
- 1984: Streik um die 35-Stunden-Woche Metallindustrie (Die 35-Stunden-Woche wird aber (noch) nicht durchgesetzt)
- 1990: Übertragung der westdeutschen tariflichen Strukturen auf Ostdeutschland in Stufen
- 1991: Vereinigung der ost- und westdeutschen Gewerkschaften
- 1995: Einführung der 35-Stunden-Woche in der Metallindustrie
- 1995: Erster Versuch eines Bündnisses für Arbeit
- 1997: Sicherung der vollen Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall
- 1998: Regierungswechsel: Bündnis für Arbeit
- 2001: Reform des Betriebsverfassungsgesetzes
- 2002: Mit Abschluss der Tarifverhandlungen wird auch das Entgelt-Rahmenabkommen (ERA) abgeschlossen
- 2003: Streik zur Einführung der 35-Stunden-Woche in Ostdeutschland scheitert größtenteils. In der Stahlindustrie & in einer Vielzahl von Betrieben kommt es (öffentlich kaum beachtet) zur erfolgreichen, stufenweisen Einführung der 35-Stunden-Woche. Führungskrise in der IG Metall.
Vorsitzende der IG Metall
- Von 1948 bis 1956 2 gleichberechtigte Vorsitzende
- 1948 - 1952: Walter Freitag, zunächst Vorsitzender in der britischen Zone, dann in der Bizone und ab 1949 in der gesamten Bundesrepublik
- 1948 - 1956 : Hans Brümmer
- 1952 - 1956: Otto Brenner zusammen mit Hans Brümmer
- Im Jahre 1956 Änderung der Satzung; neue Titel: 1. Vorsitzender, 2. Vorsitzender
- 1956 - 1972 : Otto Brenner
- 1972 - 1983: Eugen Loderer
- 1983 - 1986: Hans Mayr
- 1986 - 1993: Franz Steinkühler
- 1993 - 2003: Klaus Zwickel
- 2003 - : Jürgen Peters
Literatur
- Abmayr, Hermann G. 1992: Wir brauchen kein Denkmal. Willi Bleicher. Der Arbeiterführer und seine Erben. Verlag Silberburg
- Hälker, Juri 2004: Betriebsräte in Rollenkonflikten. Betriebspolitisches Denken zwischen Co-Management und Gegenmacht. Rainer Hampp Verlag. ISBN 3-87988-800-0. - [http://www.hampp-verlag.de/ebooks.htm OnlineText im Internet.]
- Kalbitz, Rainer 2001: Die Ära Otto Brenner in der IG Metall. Bund Verlag
- Kempter, Klaus 2003: Eugen Loderer und die IG Metall. Biografie eines Gewerkschafters. Verlag W. E. Weinmann
Quellen
- Quellen zur Geschichte der deutschen Gewerkschaftsbewegung im 20. Jahrhundert Bd. 10: Die Industriegewerkschaft in der frühen Bundesrepublik 1991. Bearbeitet von Walter Dörrich und Klaus Schönhoven. Bund Verlag
Weblinks
- [http://www.igmetall.de/ www.igmetall.de]
- [http://www.vkl.de/ www.vkl.de] IG Metall Vertrauenskörper Portal
- [http://www.jugend.igmetall.de/ www.jugend.igmetall.de - IG Metall-Jugend]
- [http://www.igmetall.de/cps/rde/xchg/internet/style.xsl/view_ogs_suche.htm Die IG Metall vor Ort in der Region]
- [http://www.igmetall.de/gesundheit/ Betrieblicher Gesundheitsschutz bei der IG Metall]
Siehe auch: Liste mit Gewerkschaften
Kategorie:Deutsche Gewerkschaft
Kategorie:Frankfurt am Main
2001
Jahreswidmungen
- 2001 ist „Internationales Jahr der Mobilisierung gegen Rassismus, Rassendiskriminierung, Fremdenfeindlichkeit und damit zusammenhängende Intoleranz“ (UNO)
- 2001 ist „Jahr des Dialogs zwischen den Kulturen“ (UNO)
- 2001 ist „Internationales Jahr der Freiwilligen“ (UNO)
- Die Mäandertrüffel (Choiromyces meandriformis) ist Pilz des Jahres (Deutsche Gesellschaft für Mykologie)
- Der Haubentaucher (Podiceps cristatus) ist Vogel des Jahres (NABU/Deutschland)
- Die Esche (Fraxinus excelsior) ist Baum des Jahres (Kuratoriums Baum des Jahres/Deutschland)
- Die Herbst-Drehwurz (Spiranthes spiralis) ist Orchidee des Jahres (Arbeitskreis Heimische Orchideen/Deutschland)
- Der Feldhase (Lepus europaeus) ist Tier des Jahres (Schutzgemeinschaft Deutsches Wild)
- Die Glockenblume (Campanula) ist Staude des Jahres (Bund deutscher Staudengärtner)
Politik
- 1. Januar: Moritz Leuenberger wird Bundespräsident der Schweiz
- 1. Januar: Griechenland. Beitritt zur Wirtschafts- und Währungsunion
- 6. Januar: Parlamentswahlen in Thailand
- 6. Januar: Ariel Scharon wird zum neuen Ministerpräsidenten Israels gewählt
- 7. Januar: John Agyekum Kufuor wird Staatspräsident von Ghana
- 14. Januar: Dr. Jorge Sampaio wird als Staatspräsident in Portugal in seinem Amt bestätigt
- 20. Januar: Gloria Macapagal Arroyo wird Staatspräsidentin auf den Philippinen
- 20. Januar: George W. Bush wird zum neuen Präsidenten der USA vereidigt
- 25. Januar: Armenien wird in den Europarat aufgenommen
- 25. Januar: Aserbaidschan wird in den Europarat aufgenommen
- 26. Januar: Demokratische Republik Kongo. Joseph Kabila wird Staatspräsident
- 2. Februar: José Maria Neves wird Premierminister von Kap Verde
- 7. Februar: Ariel Sharon wird Ministerpräsident von Israel
- 16. Februar: US-amerikanische und britische Kampfflugzeuge bombardieren Ziele nahe Bagdad, da der Irak gegen das Flugverbot verstoßen habe
- 20. Februar: Erste Kommunalwahlen im Jemen
- 25. Februar: Pedro Pires wird Staatspräsident vom Kap Verde
- 25. Februar: Republik Moldau. Parlamentswahlen
- 26. Februar: Vertrag von Nizza, die Erweiterung der EU betreffend, unterzeichnet
- 1. März: Bulgarien. Volkszählung (bis 15. März)
- 4. März: In einer Volksabstimmung der Schweiz stimmen 76,7 % der Wahlbeteiligten für die Verfassungsinitiative „Ja zu Europa“ und damit gegen einen EU-Beitritt der Schweiz. Die Wahlbeteiligung lag bei 54,7 %
- 7. März: Algerien und Deutschland schließen ein Seeschifffahrtsabkommen
- 7. März: Dileita Mohamed Dileita wird Premierminister in Dschibuti
- 12. März: Die UNESCO bestätigt, dass Taliban zwei der größten aus dem 5. Jahrhundert n. Chr. stammenden Buddha-Statuen in Bamiyan, Afghanistan, zerstört haben
- 16. März: Katar. Der Streit um die Hawar-Inseln wird beendet durch Urteil des Internationalen Gerichtshofs
- 18. März: Die Gewerkschaft Ver.di wird in Berlin gegründet
- 25. März: Norwegen ist Mitglied des Schengener Abkommen
- 27. März: Laos. Bounnhang Vorachit wird Ministerpräsident
- 31. März: Sturz des Staatspräsidenten Bernard Dowiyogo von Nauru durch Misstrauensvotum
- 4. April: Vladimir Voronin wird Staatspräsident von der Republik Moldau
- 4. April: Silvia Cartwright wird Generalgouverneurin (Staatsoberhaupt) von Neuseeland
- 15. April: Der Investitionsschutz- und Förderungsvertrag zwischen Deutschland und El Salvador tritt in Kraft
- 29. April: Parlamentswahlen in Senegal
- 8. Mai: Serbien und Montenegro wird Mitglied in der Weltbank
- 13. Mai: Mazedonien. 6. Regierungsumbildung
- 22. Mai: Taliban erwägen, Hindus in Afghanistan zum Tragen einer Markierung zu verpflichten
- 29. Mai: König Abdullah II. von Jordanien auf Staatsbesuch in Deutschland
- 30. Mai: Die Kulturkommission zwischen Kanada und Deutschland trifft in Berlin zusammen
- 1. Juni: Interimsabkommen zwischen Mazedonien und der EU
- 1. Juni: Blutbad in Nepal. König Birendra und fast die ganze Familie wurden durch den Sohn Birendras getötet, der sich anschließend selbst tötet
- 4. Juni: Prinz Gyanendra Bir Bikram wird König von Nepal
- 7. Juni: Großbritannien. Wiederwahl von Tony Blair als Premierminister
- 8. Juni: Iran. Wiederwahl von Mohammad Chātemī zum Staatspräsidenten
- 16. Juni: Berlins Regierender Bürgermeister Eberhard Diepgen wird durch ein Misstrauensvotum im Zusammenhang mit dem Berliner Bankenskandal gestürzt. Sein Nachfolger wird Klaus Wowereit
- 17. Juni: Parlamentswahlen in Bulgarien
- 18. Juni: Mazedonien beendet die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan
- 19. Juni: Mazedonien nimmt diplomatische Beziehungen zur Volksrepublik China auf
- 20. Juni: Pervez Musharraf wird Staatsoberhaupt in Pakistan
- 20. Juni: Pakistan. Das Parlament wird aufgelöst
- 24. Juni: Ilir Meta wird Regierungschef in Albanien
- 26. Juni: Bundeskanzler Gerhard Schröder besucht Ljubljana, Slowenien
- 28. Juni: Rumänien erhält Beobachterstatus in der OECD
- 28. Juni: Jugoslawien. Auslieferung von Ex-Präsident Milosevic an den Internationalen Strafgerichtshof
- 6. Juli: Weitere Länder erhöhen bei einer Konferenz in Genf, Schweiz, die an Burundi durch Frankreich zugesagten 440 Mio. USD auf 830 Mio. USD
- 20.: 22. Juli: In Genua findet der G8 Wirtschaftsgipfel statt. Dieser erlangt traurige Popularität, aufgrund der teilweise menschenrechtsverletzenden Brutalität der italienischen Polizei
- 23. Juli: Indonesien. Abdurrahman Wahid verliert sein Amt als Präsident. Frau Megawati Soekarnoputri wird neue Präsidentin
- 24. Juli: Bulgarien. Der ehemalige Zar Simeon II. wird zum Ministerpräsidenten gewählt
- 28. Juli: Dr. Alejandro Toledo Manrique wird Staatspräsident in Peru
- 5. August: Taliban schließen eine Shelter Now International Agentur in Afghanistan und nehmen 24 Mitarbeiter fest, da diese versucht hätten Muslime zum Christentum zu missionieren. Diese Tätigkeit kann in Afghanistan mit dem Tode bestraft werden
- 6. August: Bolivien. Präsident Banzer tritt wegen schwerer Krankheit zurück
- 14. August: Mexiko. Verfassungsänderung tritt in Kraft
- 27. August: Mazedonien. Beginn NATO-Operation „Essential Harvest“ (Waffeneinsammeln)
- 2. September: France Albert René wird als Staatspräsident auf den Seychellen in seinem Amt bestätigt
- 10. September: Parlamentswahlen in Norwegen
- 11. September: Terroranschläge in den USA auf das World Trade Center und das Pentagon
- 17. September: Republik Niger. Regierungsumbildung
- 21. September: Arnold Rüütel wird Staatspräsident in Estland
- 23. September: Parlamentswahlen in Polen
- 24. September: Das Freihandelsabkommen zwischen Jordanien und USA tritt in Kraft
- 27. September: Beim Zuger Attentat werden 14 Politiker von Friedrich Leibacher mit einem Sturmgewehr umgebracht
- 4. Oktober: Mazedonien. Beginn NATO-Operation „Amber Fox“
- 7. Oktober: Unter Präsident George W. Bush beginnen die Streitkräfte der USA ohne UNO-Mandat mit Luftangriffen auf das Gebiet Afghanistans und töten in den nachfolgenden Monaten über 1000 Zivilisten pro Woche. Dabei kommen auch Streubomben zum Einsatz. Die Ergreifung oder Tötung von Osama Bin Laden und Taliban-Chef Mullah Omar misslingt ihnen jedoch
- 11. Oktober: König Abdullah II. von Jordanien auf Staatsbesuch in Deutschland
- 19. Oktober: Parlamentswahlen in der Mongolei
- 19. Oktober: Kjell Magne Bondevik wird Ministerpräsident in Norwegen
- 19. Oktober: Leszek Miller wird Regierungschef in Polen
- 20. Oktober: Serbien und Montenegro wird Mitglied im IWF (Internationaler Währungsfond)
- 29. Oktober: Das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen zwischen Kroatien und der EU wird in Luxemburg unterzeichnet
- 3. November: Neuwahlen in Singapur
- 5. November: Parlamentwahlen in Aserbaidschan
- 10. November: Australien. Wahlen zum Repräsentantenhaus
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