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| Deutsche Angestellten Krankenkasse |
Deutsche Angestellten KrankenkasseDie Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) ist ein deutscher Krankenversicherungsträger. Die DAK ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Als eine von derzeit 267 gesetzlichen Krankenkassen bietet die DAK rund sieben Millionen Bürgern Versicherungsschutz. Im Gegensatz zu den Allgemeinen Ortskrankenkassen, deren Selbstverwaltungsorgane paritätisch mit Arbeitgebern und Arbeitnehmern besetzt sind, besteht der Verwaltungsrat ausschließlich aus Versicherten der DAK, welche diese Arbeit ehrenamtlich ausführen.
Die DAK hat bundesweit ca. 1000 Geschäftsstellen und ihren Hauptsitz in Hamburg. Sie ist die zweitgrößte Krankenkasse der Bundesrepublik.
Die DAK hält ein großes Angebot von Zusatzversicherungen, Bonusprogramme und Selbstbehalttarifen bereit.
Die DAK ist ähnlich wie die Barmer Ersatzkasse in Ihrem Ursprung eine Krankenkasse für Angestellte. Erst seit 1996 versichert sie auch Arbeiter.
Weblinks
- http://www.dak.de Website der Deutschen Angestellten Krankenkasse
Kategorie:Gesetzliche Krankenkasse
KrankenkasseAls Krankenkassen oder Krankenversicherer bezeichnet man Träger der Krankenversicherung. Sie sind Teil des Gesundheitssystems und der Sozialversicherung.
Deutschland
In der Bundesrepublik Deutschland sind gesetzliche Krankenkassen (d. h. solche, die eine Gesetzliche Krankenversicherung anbieten) Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. In der Sozialwahl wird ihre jeweilige Vertreterversammlung gewählt, die u.a. den Vorstand der Kasse bestimmt. Die Krankenkassen haben insgesamt 70,3 Millionen Versicherte (Stand: 1.8.2004). Sie führen in getrennter Rechnung als "Pflegekasse bei ..." auch die gesetzliche Pflegeversicherung für ihre Versicherten durch.
Man unterscheidet zwischen folgenden Kassenarten:
- Allgemeine Ortskrankenkassen bestehen für abgegrenzte Regionen, die sich auf verschiedene Bundesländer erstrecken können.
- Betriebskrankenkassen können von Arbeitgebern mit mindestens 1.000 Versicherungspflichtigen gegründet werden. Sie können sich auch für Betriebsfremde öffnen.
- Innungskrankenkassen können von Handwerksinnungen mit mindestens 1.000 Versicherungspflichtigen gegründet werden. Auch sie können sich öffnen.
- See-Krankenkasse für Seeleute und ehemalige Seeleute
- Landwirtschaftliche Krankenkassen für Landwirte
- Bundesknappschaft für Arbeitnehmer im Bergbauumfeld
- Ersatzkassen, entstanden aus Selbsthilfevereinigungen.
Die Differenzierung ist historisch gewachsen. Krankenkassen können nur innerhalb ihrer Kassenart fusionieren. Bei Schließung einer Krankenkasse haftet ihr Dachverband. Die Krankenkassen arbeiten auch kassenartenübergreifend zusammen. Zur Gewährleistung eines chancengleichen Wettbewerbs wurde ab 1994 der Risikostrukturausgleich zwischen den Krankenkassen eingeführt.
Die Betriebsmittel einer Krankenkasse sollen das 1,5 fache einer Monatsausgabe nicht übersteigen. Durch Beitragssatzanpassungen dies ist entsprechend zu regulieren. Schulden dürfen eigentlich nicht gemacht werden.
Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen ist in den vergangenen Jahren deutlich rückläufig. 1991 gab es noch mehr als 1.200, am 01. Juli 2005 noch 262 gesetzliche Krankenkassen, davon 206 Betriebskrankenkassen.
Neben den gesetzlichen gibt es private Krankenversicherungen, d. h. solche, die die Private Krankenversicherung anbieten. Diese führen jedoch in der Regel die Bezeichnung Krankenversicherung.
Weblinks
- [http://www.g-k-v.de/ Informationsportal GKV] - ein Gemeinschaftsprojekt aller Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen
Schweiz
Siehe auch: Gesundheitswesen Schweiz
Grundsatz
Krankenkassen sind juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts, die keinen Erwerbszweck verfolgen, hauptsächlich die soziale Krankenversicherung betreiben und vom Eidgenössischen Departement des Innern anerkannt sind.
Gesetzlich sind die Krankenkassen im Bundesgesetz über die Krankenversicherung geregelt (Krankenversicherungsgesetz).
Organisationsformen
Die Krankenkassen haben sich als Verein, Stiftung, Genossenschaft oder Aktiengesellschaft mit nicht-wirtschaftlichem Zweck zu organisieren.
Aufsichtsbehörden
Institutionell werden die Krankenkassen vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) beaufsichtigt.
Haupt- und Nebenaufgaben
Die Krankenkassen betreiben zur Hauptsache die soziale Krankenversicherung. Es steht den Krankenkassen jedoch frei, neben der sozialen Krankenversicherung auch Zusatzversicherungen (z.B. bevorzugte Behandlung, höherer Spitalkomfort, zahnmedizinische Leistungen, komplementärmedizinische Leistungen) anzubieten. Ebenso können sie in einem gewissen Rahmen weitere Versicherungsarten (z. B. Sterbegelder und Invalidätsentschädigungen) betreiben. Schließlich dürfen Krankenkassen mit einem bestimmten Mindestbestand an Versicherten auch eine Rückversicherung durchführen.
Anerkennungsvoraussetzungen
Eine Krankenkasse muss insbesondere die soziale Krankenversicherung nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit durchführen und die Gleichbehandlung der Versicherten zu gewährleisten. Sie darf die Mittel der sozialen Krankenversicherung nur zu deren Zwecken verwenden. Sie hat über eine Organisation und eine Geschäftsführung zu verfügen, welche die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften gewährleisten. Sie muss jederzeit in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Sie hat eine Einzeltaggeldversicherung nach dem Krankenversicherungsgesetz durchzuführen und ihren Sitz in der Schweiz zu haben. Schließlich hat sie die soziale Krankenversicherung auch den versicherungspflichtigen Personen anzubieten, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft, in Island oder in Norwegen wohnen (sofern sie vom Bundesrat nicht von dieser Verpflichtung befreit ist).
Gemeinsame Einrichtung
Wird ein Versicherer zahlungsunfähig, so werden dessen Verpflichtungen von der Gemeinsamen Einrichtung übernommen, die als Stiftung von allen Versicherern gemeinsam betrieben wird.
Anzahl
Insgesamt sind in der Schweiz rund 90 Versicherer zugelassen, die aber teilweise nur regional tätig sind.
Weblinks
- http://www.bag.admin.ch/kv/grundlag/d/index.htm (Bundesamt für Gesundheit)
- http://www.santesuisse.ch (Schweizerischer Verband der Krankenversicherer)
Österreich
In Österreich sind die Träger der Krankenversicherungen die jeweils zuständigen Krankenkassen. Der Beitragssatz liegt derzeit für Unselbständige bei 7,5% (einschließlich Zusatzbeitrag und Ergänzungsbeitrag) und wird zwischen Dienstnehmer und Dienstgeber geteilt (bei Angestellten: DN: 3,65% DG: 3,75%; bei Arbeitern: DN: 3,95% DG: 3,55%; bei Landarbeitern: DN: 3,8% DG: 3,7%). Der Beitragssatz für die öffentlich Bediensteten beträgt 7,8% (DN: 4,2% Pensionisten 4,75% DG: 3,6%). Der Beitragssatz für Selbständige beträgt 9,1%, für Landwirte 7,5%. Pensionisten zahlen 4,95%.
Die Höchstbeitragsgrundlage ist 3630,- € im Monat, 50.820 € im Jahr (inkl. 2 Sonderzahlungen). (Stand 2005)
Die einzelnen Träger sind:
- 9 Gebietskrankenkassen: In jedem Bundesland gibt es eine Gebietskrankenkasse. Die Zugehörigkeit ist nicht abhängig vom Wohnort des Versicherten sondern vom Betriebsstandort. So kann ein Niederösterreicher bei der Wiener Gebietskrankenkasse versichert sein, wenn sein Arbeitgeber seinen Standort in Wien hat. Die Gebietskrankenkassen sind in all jenen Fällen zur Durchführung der Krankenversicherung zuständig, in denen nicht ein anderer Krankenversicherungsträger versicherungszuständig ist, also u. a. für Dienstnehmer (Arbeiter, Angestellte), Lehrlinge, Heimarbeiter, Vorstandsmitglieder einer AG, Pensionsbezieher nach dem ASVG, Bezieher einer Leistung nach dem AlVG
- Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA): Bei ihr sind die folgenden Personengruppen versichert: Personen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehen; Personen, die durch Wahl oder Entsendung eine Staatsfunktion ausüben (Politiker); Vertragsbedienstete des Bundes, deren Dienstverhältnis nach dem 31.Dezember 1998 begründet wurde; Vertragsbedienstete der Länder, Gemeindeverbände und Gemeinden, deren Dienstverhältnis nach dem 31.Dezember 2000 begründet wurde; Bedienstete der Universitäten nach dem Universitätsgesetz 2002; Personen die einen Ruhe- oder Versorgungsgenuss oder eine Pension nach einem solchen Dienstverhältnis oder einer solchen Funktion beziehen (Pensionisten)
- 8 Betriebskrankenkassen: Diese führen die Krankenversicherung sowohl für Beschäftigte und deren anspruchberechtigte Angehörigen in den jeweiligen Betrieben, als auch für die Pensionsbezieher aus diesen Unternehmen durch (Betriebskrankenkasse Austria Tabak, Betriebskrankenkasse der Wiener Verkehrsbetriebe, Betriebskrankenkasse Semperit, Betriebskrankenkasse Mondi Business Paper, Betriebskrankenkasse VOEST-ALPINE Donawitz, Betriebskrankenkasse Zeltweg, Betriebskrankenkasse Kindberg, Betriebskrankenkasse Kapfenberg).
- Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft: Zuständig für Selbständige und Freiberufler, sowie Pensionsbezieher nach dem GSVG.
- Sozialversicherungsanstalt der Bauern: Zuständig für die im Inland in der Land- und Forstwirtschaft selbstständig Erwerbstätigen und ihre hauptberuflich mittätigen Angehörigen sowie für Bezieher einer Pension nach dem BSVG
- Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau: Zuständig für die Bediensteten bei den öffentlichen Eisenbahnen (ÖBB, Privatbahnen etc.); bei den Eigenbetrieben und Hilfseinrichtungen (zB Bodensee-Schifffahrt der ÖBB); von Schlaf- und Speisewagenbetrieben; der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau; bestimmte Pensionsbezieher; Bezieher einer ASVG-Pension, wenn diese durch die VA ausgezahlt wird und Bezieher einer laufenden Geldleistung aus einem der im § 479 ASVG genannten Pensionsinstitute; Pensionsbezieher einer Pension der Pensionsversicherung der Angestellten, wenn die VA für die Krankenversicherung in der letzten Beschäftigung vor dem Pensionsanspruch zuständig war oder gewesen wäre sowie; Bezieher eines Ruhe (-Versorgungsgenusses) von der Pensionsstelle der ÖBB; von knappschaftlichen oder diesen gleichgestellten Betrieben; bestimmte Pensionsbezieher
Alle Krankenkassen sind im Hauptverband der Sozialversicherungsträger zusammengefasst.
Einige Bundesländer und Gemeinden (Oberösterreich, Tirol, Wien, Salzburg, Graz, Innsbruck, Bregenz, Villach, Wels, Steyr, Baden, Hallein) unterhalten für ihre Bediensteten (Beamte/Vertragsbedienstete) eigene Trägereinrichtungen, die Krankenfürsorgeanstalten (KFA). Diese gehören nicht dem Hauptverband an.
Niederlande
In den Niederlanden gibt es 6 allgemeine Krankenkassen. Das Modell ist modular aufgebaut. Die Beitrage sind sowohl Minimumbeitrag, sprich runde 80 Euro, und darüber hinaus kann jeder Versicherte zusätzlich Module versichern wie Auge, Zahn, Reise, ... Wenn man z.B. das Krankenversicherungspacket Auge versichert, hat man ein Anrecht auf eine Laseroperation. Beim Zahn hat man ein Anrecht auf ein Implantat. Ein all inclusvie, sprich alle Packet umfassender Versicherungsschutz, ist bei der Anova für 125 Euro zu bekommen.
Siehe auch
Gesundheitswesen, Gesundheitswesen Schweiz, Krankenversicherung, Sozialversicherung, Unfallversicherung, Krankenschein, Krankenversicherungskarte, Auslandskrankenschein, Health Maintenance Organization
Kategorie:Krankenversicherung
Allgemeine OrtskrankenkasseDie Allgemeine Ortskrankenkasse (AOK) gehört zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in der Bundesrepublik Deutschland. Den rechtlichen Rahmen für diese Kassenart bildet, wie für die gesamte GKV, das Fünfte Sozialgesetzbuch (SGB V).
Insgesamt gibt es in Deutschland derzeit siebzehn AOKen, die sowohl Krankenkasse als auch Landesverband i.S.d. SGB V sind, und zwar in jedem Bundesland eine und in Nordrhein-Westfalen sogar zwei (AOK Rheinland und AOK Westfalen-Lippe). Jede AOK ist rechtlich selbständig (Körperschaft des öffentlichen Rechts) und hat einen eigenständigen Verwaltungsapparat (paritätische Selbstverwaltung/Vorstand). Die AOK-Landesverbände werden auf der Bundesebene von AOK-Bundesverband (mit Sitz in Bonn) als Spitzenverband i.S.d. SGB V vertreten.
Seit den 1980er Jahren nennt sich die Allgemeine Ortskrankenkasse "AOK - Die Gesundheitskasse".
Die Allgemeinen Ortskrankenkassen wurden im Jahr 1884 unmittelbar nach der Einführung der gesetzlichen Krankenversicherung im Jahr 1883 durch Reichskanzler Otto von Bismarck gegründet. Ab 1892 konnten auch Angestellte und Heimarbeiter neben gewerblichen Arbeitern Mitglied werden.
Mitbewerber sind zum Beispiel die für jeden GKV-Versicherten frei wählbaren
- Ersatzkassen (BEK, DAK, TK, KKH, GEK, HaMue, ...)
- Innungskrankenkassen (IKK)
- Betriebskrankenkassen (BKK)
und die nicht für jeden GKV-Versicherten frei wählbaren
- Landwirtschaftlichen Krankenkassen (LKK)
- Bundesknappschaft
- Seekassen
- Künstlersozialkasse
- Privaten Krankenversicherungsunternehmungen (PKV)
Die AOK hat in Deutschland insgesamt die meisten Versicherten - fast ein Drittel aller Bundesbürger. Damit sind die Allgemeinen Ortskrankenkassen gesundheitspolitisch eine der einflussreichsten Krankenkassenarten.
Aufgrund ihrer rechtlichen Struktur bezeichnet man eine AOK auch als eine landesunmittelbare Kasse, d. h. sie unterliegt der Aufsicht der für die Gesundheitspolitik zuständigen Landesgesundheitsministerien.
Der AOK-Bundesverband gibt ein monatlich erscheinendes Magazin mit dem Titel G+G (Gesundheit und Gesellschaft) heraus. Andere branchenübliche Informations- und Aufklärungsmedien sind ebenfalls erhältlich.
Zahlen und Fakten
Die AOK-Hauptniederlassungen betreuen mit rund 61.000 Mitarbeitern und 1.700 Geschäftsstellen über 26 Millionen Menschen, entsprechend einem Drittel der Bevölkerung Deutschlands oder rund 37 % Marktanteil (Marktführer in der gesetzlichen Krankenversicherung, Stand 1. 1. 2003).
Die AOKen als große Versorgerkassen sind mit jährlichen Einnahmen von rund 12 Milliarden Euro aus dem Risikostrukturausgleich (RSA) der größte Profiteur dieses Finanzausgleichs zwischen den Krankenkassen. Dies beruht u.a. auf der systembedingten Historie der Ortskrankenkassen als einstige Pflichtkrankenversicherung der Arbeiter, welche sich heute noch in der Versichertenstruktur widerspiegelt (z.B. hoher Morbiditätsgrad) und mit höheren Ausgaben für diese Kassenart verbunden ist, im Gegensatz zur Versichertenstruktur vieler Ersatz- oder Betriebskrankenkassen.
Adressen
AOK Bundesverband
Kortrijker Straße 1
53177 Bonn
Weblinks
- http://www.aok.de
- http://www.wido.de - Wissenschaftliches Institut der AOK
- http://www.aok-bv.de/aok/daten/index.html - AOK-Bundesverband, Zahlen und Fakten
- http://www.kompart.de/gg.htm - Magazin Gesundheit und Gesellschaft
- http://www.aok-systems.de - Das Softwarehaus der AOK Gemeinschaft
Kategorie:Gesetzliche Krankenkasse
VerwaltungsratVerwaltungsrat bezeichnet in Deutschland zumeist ehrenamtlich besetzte Gremien mit Kontroll- und Lenkungsfunktion in Körperschaften öffentlichen Rechts.
In der Schweiz bezeichnet Verwaltungsrat (Abk. VR) ein Organ in Aktiengesellschaften, vergleichbar mit dem Aufsichtsrat in Deutschland. Im Gegensatz zu diesem ist der Verwaltungsrat jedoch nicht nur Aufsichtsorgan ([http://www.admin.ch/ch/d/sr/220/a716a.html Art. 716a Abs. 1 Ziff. 5 OR]), sondern gleichzeitig für die Oberleitung der Gesellschaft ([http://www.admin.ch/ch/d/sr/220/a716a.html Art. 716a Abs. 1 Ziff. 1 OR]) verantwortlich. Obwohl eine Geschäftsleitung (Deutschland: Vorstand) eingesetzt werden kann, kann der VR dieser die Oberleitung nicht übertragen ([http://www.admin.ch/ch/d/sr/220/a716a.html Art. 716a Abs. 1 OR]: "...unübertragbare und unentziehbare Aufgaben...").
In gesetzlichen Krankenkassen als Körperschaften des öffentlichen Rechts werden Verwaltungsräte in der Regel paritätisch mit Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretern besetzt. Zumeist sind diese Mitglieder der Gewerkschaften und der Arbeitgeberverbände. In einigen Körperschaften öffentlichen Rechts wählen in einer Sozialwahl die Mitglieder der Körperschaft den Verwaltungsrat. Zumeist sind die Mitglieder des Verwaltungsrats auf 6 Jahre gewählt.
Manche Köperschaften öffentlichen Rechts besitzen eine andere Nomenklatur.
Besoldungsstufe (D)
Das deutsche Bundesbesoldungsgesetz versteht unter einer Verwaltungsrätin eine Beamtin der Besoldungsstufe A 13 im Verwaltungsbereich. In anderen Einsatzbereichen trägt die gleiche Stufe ("Rat") entsprechend andere Vorsätze (Studienrat, Akademischer Rat etc.).
Weblinks
- [http://www.admin.ch/ch/d/sr/220/index3.html#id-3-26 Schweizer Aktienrecht]
Kategorie:Management
Kategorie:Verwaltungsrecht
Hamburg
Die Freie und Hansestadt Hamburg (niederdeutsch Hamborg, lateinisch Hammonia) ist als Stadtstaat ein Land der Bundesrepublik Deutschland und zweitgrößte Stadt Deutschlands sowie sechstgrößte der Europäischen Union.
Hamburg ist Mittelpunkt der Europäischen Metropolregion Hamburg, eine von insgesamt elf Europäischen Metropolregionen in Deutschland.
Geografie
Europäischen Metropolregionen
Hamburg liegt in Norddeutschland an der Mündung von Alster und Bille in die Elbe, die 110 km weiter nordwestlich in die Nordsee fließt. Der natürliche Tidehafen erstreckt sich über die ganze Breite der Elbe, hauptsächlich auf das Südufer der Norderelbe gegenüber den Stadtteilen St. Pauli und Altona. Die beiden Ufer sind durch Brücken im Osten sowie durch den Alten und Neuen Elbtunnel verbunden. Das Land südlich und nördlich des Flusses ist Geest, höher gelegene Flächen, die durch die Sand- und Geröllablagerungen der Gletscher während der Eiszeiten entstanden sind. Die unmittelbar am Fluss liegenden Marschen wurden auf beiden Seiten der Elbe über Jahrhunderte vom Flutwasser der Nordsee überschwemmt und dabei wurden Sand und Schlick abgeladen. Inzwischen ist die Elbe aber beidseitig eingedeicht. Alte Deichanlagen erinnern in den Außenorten noch an die Zeit, als bei Hochwasser ganze Viertel unter Wasser standen. Die Alster ist ein Fluss, der in der Stadtmitte aufgestaut wird, wodurch eine Art Binnensee in der Innenstadt entsteht. Dieser „See“ ist in zwei Teile geteilt, die jedoch miteinander verbunden sind – Binnen- und Außenalster. Sie werden durch zahlreiche Kanäle gespeist, die von großen Parkanlagen gesäumt sind. Die unzähligen Fleete, Flüsschen und Kanäle werden von mehr als 2.300 Brücken überspannt. Hamburg ist damit die brückenreichste Stadt Europas und hat mehr als Venedig (400) und Amsterdam (1.200) zusammen.
Eine Übersicht der geografischen und urbanen Merkmale findet sich auf dem Satellitenbild des Artikels TM_Hamburg.
Die heutigen Grenzen der Stadt Hamburg bestehen erst seit dem Groß-Hamburg-Gesetz, das mit Wirkung vom 1. April 1938 in Kraft trat. Die Stadt ist nach Berlin sowohl von der Fläche als auch von der Einwohnerzahl zweitgrößte Stadt Deutschlands.
Hamburg grenzt nördlich der Elbe an Schleswig-Holstein und südlich der Elbe an Niedersachsen. Die in der Elbemündung in der Nordsee gelegenen Inseln Neuwerk, Scharhörn und Nigehörn sowie der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer gehören auch zum Hamburger Stadtgebiet.
Flüsse
- Alster
- Bille
- Dove Elbe
- Düpenau
- Eilbek
- Elbe
- Este
- Flottbek
- Isebek
- Gose Elbe
- Wandse
Erhebungen
Höchste Erhebung ist mit 116,1 m ü. NN eine (namenlose) Erhebung in den Harburger Bergen.
Siehe Liste der Erhebungen in Hamburg.
Angrenzende Städte und Gemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Hamburg; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Nordwesten genannt:
- in Schleswig-Holstein:
- im Kreis Pinneberg: Wedel, Appen, Pinneberg, Schenefeld, Halstenbek, Rellingen sowie Ellerbek und Bönningstedt (beide Amt Bönningstedt)
- im Kreis Segeberg: Norderstedt
- im Kreis Stormarn: Tangstedt, Jersbek (Amt Bargteheide-Land), Ammersbek, Ahrensburg, Stapelfeld (Amt Siek), Barsbüttel, Oststeinbek und Reinbek
- im Kreis Herzogtum Lauenburg: Wentorf bei Hamburg, Börnsen und Escheburg (beide Amt Hohe Elbgeest) und Geesthacht
- in Niedersachsen:
- im Landkreis Harburg: Drage (Samtgemeinde Elbmarsch), Winsen (Luhe), Stelle, Seevetal, Rosengarten und Neu Wulmstorf
- im Landkreis Stade: Buxtehude, Jork
Verwaltungsgliederung
Jork
Hauptartikel: Liste der Bezirke in Hamburg
Hamburg besteht heute aus sieben Bezirken:
- Mitte
- Altona
- Eimsbüttel
- Nord
- Wandsbek
- Bergedorf
- Harburg
Die Bezirke verfügen jeweils über ein eigenes Bezirksparlament, die Bezirksversammlungen. Diese Bezirksversammlungen haben rechtlich allerdings die Stellung von Verwaltungsausschüssen, mit sehr eingeschränkten Kompetenzen. Jeder Bezirk gliedert sich in mehrere Stadtteile, von denen es in ganz Hamburg insgesamt 104 gibt. Einige Stadtteile im so genannten Kernbereich des Bezirks werden direkt vom betreffenden Bezirksamt verwaltet, für die anderen Stadtteile des Bezirks gibt es jeweils ein eigenes Ortsamt. Insgesamt wurden 15 Ortsämter eingerichtet.
Klima
15 Ortsämter
Aufgrund der maritimen Einflüsse ist das Klima milder als im östlichen Hinterland.
Der wärmste Monat ist der Juli mit durchschnittlich 17,0 °C, der kälteste der Januar mit 0,0 °C. Temperaturen über 25 °C sind im Hochsommer keine Seltenheit. Seit den 1990er-Jahren des 20. Jahrhunderts wurden – möglicherweise im Zuge der globalen Erwärmung – auch Spitzentemperaturen von bis zu 37,3 °C (9. August 1992) gemessen.
Im Laufe eines Jahres fallen durchschnittlich 714 mm Niederschlag und an 52 Tagen im Jahr senken sich Nebelbänke über die Stadt; im Winterhalbjahr kann es sehr stürmisch werden. Das Klima ist ganzjährig humid. Frühjahr und Frühsommer sind die beste Reisezeit für einen Besuch Hamburgs, jedoch gehört regenfeste Kleidung ins Gepäck.
Bevölkerung
humid
Einwohnerentwicklung
Hauptartikel: Hamburg/Bevölkerung
Hamburg war im 17. Jahrhundert die größte Stadt Deutschlands, da sie vom Dreißigjährigen Krieg verschont geblieben war.
Seinen bislang höchsten Einwohnerstand mit 1,9 Millionen erreichte Hamburg im Jahre 1964. Stadtflucht und Suburbanisierung führten anschließend zu einem Bevölkerungsrückgang bis 1986 auf rund 1,6 Millionen Einwohner. Seitdem ist die Bevölkerungszahl auf 1.742.846 (Stand 1. August 2005) angestiegen. Für die kommenden 20 Jahre wird für Hamburg ein weiterer Bevölkerungsanstieg vorausgesagt. In der mittleren Variante der Projektion wird von einer Einwohnerzahl von rund 2 Millionen ausgegangen. Hamburg wäre damit die am stärksten wachsende deutsche Metropole.
Die Bevölkerungsstruktur Hamburgs ist die einer multikulturellen Gesellschaft: Im Dezember 2004 besaßen rund 255.070 Einwohner einen ausländischen Pass, das sind 14,9 % der gesamten Bevölkerung. Davon waren die größten Gruppen die türkischen Staatsangehörigen mit 59.600 Personen (zusammen mit den schätzungsweise 27.000 türkischstämmigen Deutschen in Hamburg wohnt in der Stadt damit die drittgrößte Gruppe türkischstämmiger Menschen in Deutschland, nach Berlin und Köln), die Serben und Montenegriner mit 18.650 Personen und die Polen mit 17.410 (fast 100.000 inkl. eingebürgerter Polen).
Altersstruktur:
- unter 18: 16,1 %
- 18–60: 60,0 %
- über 60: 23,9 %
Religionen
Hauptartikel: Konfessionen in Hamburg
Hamburg ist seit der Reformation eine evangelisch-lutherisch geprägte Stadt (37 % der Bevölkerung (2002)). Durch seine Stellung als wichtige Hafenstadt war es aber schon lange offen für andere Konfessionen. So entstand hier zum Beispiel 1834 die erste deutsche Baptistengemeinde. Hamburg ist außerdem seit 1995 Sitz des römisch-katholischen Erzbistums Hamburg mit ihrem Zentrum in der Domkirche St. Marien. 2003 lag der Anteil der römisch-katholischen Bürger bei 10,3 Prozent. Darüber hinaus gibt es seit den 1960er-Jahren einen bedeutenden Anteil an muslimischer Bevölkerung, sowie eine aufblühende jüdische Glaubensgemeinschaft.
Sprache
Bis weit ins 19. Jahrhundert war Niederdeutsch die allgemeine Umgangssprache in der Stadt. Dann wurde es vom Hochdeutschen, das schon seit langem als Schriftsprache Verwendung fand, immer stärker zurückgedrängt und verschwand um die Mitte des 20. Jahrhunderts schließlich weitgehend aus dem Alltagsgebrauch. Das Hamburger Platt wird aber noch von vielen Hamburgern verstanden und gesprochen sowie wie in ganz Norddeutschland in Literatur, Zeitungskolumnen usw. gepflegt. Der niederdeutsche Einfluss bleibt im Hochdeutschen allgegenwärtig und manifestiert sich besonders im Missingsch.
Der bekannteste Ort der Mundartpflege in Hamburg ist das Ohnsorg-Theater, das Aufführungen in niederdeutscher Sprache anbietet.
Siehe auch: Hamburger Dialekt
Seit den starken Einwanderungswellen in den 1960er-Jahren haben sich in vielen Quartieren Hamburgs besondere Bevölkerungsgruppen niedergelassen, so dass verschiedene Migrations- uns Sprachinseln neben der deutschen Sprache präsent sind (portugiesische Sprache im Hafenviertel ("Portugiesenviertel"), türkisch und kurdisch in Altona und Wilhelmsburg).
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Hamburgs
Geschichte Hamburgs
Auf das 4. Jahrhundert v. Chr. datieren die ältesten festen Behausungen. Vom 4. bis ins 6. Jahrhundert erfolgte ein Zustrom von Sachsen in den nordelbischen Raum.
Im Jahre 810 ließ Karl der Große eine Taufkirche errichten, um den heidnischen Norden zu missionieren. Zu ihrer Sicherung wird die Hammaburg gebaut. 831 begründete Ludwig der Fromme hier ein Bistum, das kurze Zeit später zum Erzbistum wurde. Doch schon kurz nach der Reichsteilung von Verdun überfielen Wikinger die Region, später die slawischen Obodriten, der Erzbischof verlegte seinen Amtssitz nach Bremen. Maßgeblich durch das 1189 verliehene Hafenrecht entwickelte sich die Stadt im Mittelalter zu einem florierenden Handelszentrum und galt mit seinen zeitweilig 600 Brauereien als Brauhaus der Hanse. Zur Reformationszeit wurde der Stadtstaat ohne Blutvergießen evangelisch, 1619 war Hamburg die größte Stadt Deutschlands.
Auch nach dem Niedergang der Hanse und während der Aufklärung und der Industrialisierung blieb die Stadt das bedeutendste Wirtschaftszentrum Norddeutschlands (neben Berlin). In seiner wechselvollen Geschichte unterstand die Stadt sowohl der dänischen Königskrone, war Teil des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation, als auch Hauptstadt des Departments Elbmündung (Department Bouche de l´Elbe) im französischen Kaiserreich. Besondere Ereignisse der Neuzeit waren der große Hamburger Brand 1842, eine verheerende Choleraepidemie 1892, die Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg und die Sturmflut 1962.
Hamburgs Politik war immer auf größtmögliche Freiheit ihres Handels und politische Unabhängigkeit ausgerichtet gewesen. Auch heute noch ist Hamburg als Stadtstaat weitestgehend selbstständig und bietet dem Handel mit seinem Freihafen gute Voraussetzungen.
Politik
Hauptartikel: Politik in Hamburg
Politik in Hamburg]
Die Neuwahlen am 29. Februar 2004 zur Hamburgischen Bürgerschaft endeten erstmals mit einer absoluten Mehrheit für die CDU. Die SPD, die vor 2001 44 Jahre lang regiert hatte, musste deutliche Verluste hinnehmen und erreichte ihr schlechtestes Wahlergebnis nach dem 2. Weltkrieg. Die Grün-Alternative Liste konnte hingegen knapp 4 Prozentpunkte zulegen. Die FDP, deren glückloser Schulsenator Rudolf Lange kurz vor den Neuwahlen zurückgetreten war, scheiterte an der Fünf-Prozent-Hürde. Die Partei Rechtsstaatlicher Offensive verlor nach dem Ausschluss ihrer Gallionsfigur Ronald Schill 98 % ihrer Stimmen und kam nur noch auf 0,4 % (2001: 19,4 %). Auch dessen neue Gruppierung ProDM/Schill schaffte mit nur 3,1 % den Sprung in die Hamburgische Bürgerschaft nicht.
Siehe auch: Hamburger Bürgermeister
Ausländische Vertretungen in Hamburg
Die wirtschaftliche Bedeutung Hamburgs für den Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland („Hamburg, das Tor zur Welt“) hat dazu geführt, dass sich zahlreiche konsularische Vertretungen in der Hansestadt niedergelassen haben. Hamburg ist deshalb mit 99 Konsulaten (Oktober 2005) nach Hongkong die Stadt mit den meisten Konsulaten der Welt. Hierzu zählen insbesondere die skandinavischen Länder sowie die Länder, zu denen bereits seit frühester Zeit Handelsbeziehungen über den Hafen bestanden.
Siehe auch: Liste der Hamburger Konsulate und Handelsvertretungen
Wirtschaft
Hamburg hat als Handels-, Verkehrs- und Dienstleistungszentrum überregionale Bedeutung und zählt zu den wichtigsten Industriestandorten in Deutschland.
Wichtigste Wirtschaftszweige sind Konsumgüterindustrie, Luftfahrtindustrie (drittgrößter Standort weltweit), Chemie, Elektrotechnik, Maschinen- und Schiffbau, Mineralölwirtschaft, Banken, Medien.
Seit 2002 bemüht sich der Senat, mit dem Leitbild „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ den Wirtschaftsstandort auszubauen und ein langfristiges Bevölkerungswachstum zu erreichen. Als Ansatzpunkt verfolgt der Senat eine kombinierte Strategie aus Stärkung Hamburgs internationaler Ausstrahlung und der Aktivierung endogener Potenziale (FHH 2001:71).
Medien
Hauptartikel: Medien in Hamburg
Unter anderen werden Der Spiegel, Stern und Die Zeit in Hamburg produziert. Zahlreiche Verlage, darunter die Großverlage Axel Springer AG (Bild) und Gruner + Jahr sowie der Heinrich Bauer Verlag, die Verlagsgruppe Milchstraße (mittlerweile Teil des Burda-Verlags) und der Jahreszeitenverlag, haben hier ihren Sitz. Insgesamt wird gut die Hälfte aller überregionalen Presseprodukte Deutschlands in Hamburg produziert. Drei bedeutende Tiefdruckereien befinden sich in bzw. im Großraum Hamburg. Dies sind broschek Tiefdruck, ein Unternehmen der schlott Gruppe AG, sowie Gruner Druck, Itzehoe und die Axel Springer Tiefdruckerei, Ahrensburg, die der prinovis angehören.
Hamburg ist traditionell auch Sitz zahlreicher Firmen aus der Musikbranche, allen voran der Deutschlandzentrale von Warner Music. Trotzdem musste die Stadt im Sommer 2002 den Umzug von Universal Music und des deutschen Phono-Verbandes nach Berlin verkraften, das mit großzügigen Fördermitteln lockte – kurioserweise auch aus dem Länderfinanzausgleich, in den Hamburg selbst einzahlt.
Weiterhin ist Hamburg Hauptsitz des Norddeutschen Rundfunks und seiner Tochtergesellschaft Studio Hamburg, die zahlreiche Fernsehsendungen und auch Filme entweder selbst produziert oder ihre Kapazitäten zur Verfügung stellt. Um die Belange der örtlichen, nationalen, wie auch internationalen Filmwirtschaft kümmert sich von staatlicher Seite die Filmförderung Hamburg.
Verkehr
18px Hamburg verfügt über gute Straßenverbindungen im Fernverkehr. Mehrere Bundesautobahnen berühren das Stadtgebiet, die A 1 (Köln–Bremen–Hamburg–Lübeck, weiter als Vogelfluglinie Richtung Kopenhagen/Malmö), die A 7 (Kassel–Hannover–Hamburg (Elbtunnel)–Flensburg), die A 23 (Hamburg–Heide), die A 24 (Hamburg–Berlin) und die A 25 (Hamburg–Geesthacht). Geplant ist eine weiträumige Umfahrung Hamburgs mit der A 20, die von Rostock kommend derzeit bei Lübeck endet. Sie soll künftig über das nördliche und westliche Umland Hamburgs und den Wesertunnel an die A 28 angeschlossen werden. Außerdem ist seit langem die A 26 (Hamburg–Stade) geplant.
18px Durch Hamburg führen die Bundesstraßen B 4, B 5, B 73, B 75, B 431, B 434 und B 447, die größtenteils radial auf den Innenstadtbereich zuführen; damit wird der Straßenverkehr dort konzentriert, was zu erheblichen Verkehrsproblemen führt. Tangentialverbindungen zur Umleitung des Durchgangsverkehrs und zur großräumigen Erschließung des Stadtgebietes kamen bisher über Planungen nicht hinaus; es bestehen jedoch drei Ringstraßen, die halbkreisförmig um die innere (Ring 1) und äußere Innenstadt (Ring 2) herum und als Viertelkreis durch die nordwestlichen Außenbezirke (Ring 3) verlaufen.
Tangentialverbindungen
18px Hamburg ist einer der größten Eisenbahnknotenpunkte in Norddeutschland. Fernstrecken führen nach Westerland, Flensburg, Kiel, Lübeck – Kopenhagen, Rostock – Rügen, Schwerin, Berlin, Hannover, Bremen – Ruhrgebiet und Cuxhaven. Ausser dem Hamburger Hauptbahnhof gibt es Fernbahnhöfe in Altona, Bergedorf, Harburg und am Dammtor.
Bedeutung im Güterverkehr auf der Schiene haben die Hamburger Hafenbahn , die AKN sowie der kurz hinter der Stadtgrenze in Maschen gelegene größte Rangierbahnhof Europas.
18px18px Mit der S-Bahn Hamburg, der Hamburger U-Bahn und der AKN verfügt Hamburg über ein Schnellbahnnetz, welches wichtige Bereiche der Stadt sowie des nördlichen Umlands weiträumig erschließt. Alle örtlichen Verkehrsunternehmen haben sich im Hamburger Verkehrsverbund zusammengeschlossen.
18px Mit dem internationalen Flughafen Hamburg Airport befindet sich der älteste, noch in Betrieb befindliche Flughafen Deutschlands und einer der wenigen innerstädtischen Flughäfen Europas in Hamburg, dessen Kehrseite allerdings die dichte Besiedlung in seinen Einflugbereichen ist.
Der Hafen wird durch sechs Fährlinien der HADAG erschlossen (fünf hiervon fahren zum Tarif des HVV).
Mit dem Hinterland und der Ostsee ist Hamburg durch Binnenwasserstraßen verbunden (Unterelbe, Oberelbe, Elbe-Lübeck-Kanal, Elbe-Seitenkanal, Nord-Ostsee-Kanal).
Hafen
Nord-Ostsee-Kanal
Nord-Ostsee-Kanal
Der Hamburger Hafen, auch „Hamburgs Tor zur Welt“ genannt, ist der größte Seehafen in Deutschland und, gemessen am Containerumschlag 2004, der zweitgrößte in Europa und neuntgrößte weltweit. Für einige Spezialgüter, zum Beispiel Rohkaffee oder Teppiche ist er der größte Umschlaghafen weltweit.
Das Hafengebiet umfasst etwa 7.399 ha (nutzbar 6.480 ha), von denen 4.331 ha (nutzbar 3.412 ha) Landflächen sind. Dazu kommen 919 ha, die zum Teil seit Jahrzehnten stadtplanerisch für die Hafenerweiterung vorgesehen sind.
Angesichts immer größer werdender Schiffe droht Hamburg jedoch Anteile am Containerverkehr zu verlieren und fordert deshalb die Vertiefung der Elbe. Dieses Projekt ist ökologisch sehr umstritten. Aus der Zusammenarbeit mit Niedersachsen und Bremen zum Bau des neuen Containerhafens JadeWeserPort an dem ausreichend tiefen Fahrwasser des Jadebusens in Wilhelmshaven hat sich Hamburg nach dem Regierungswechsel 2001 zurückgezogen.
Auf ungenutzten Flächen des Hamburger Hafens entsteht zurzeit quasi ein neuer Stadtteil. Das Projekt HafenCity soll auf einer Fläche von 155 Hektar Wohnen und Arbeiten ermöglichen.
Banken
Hamburg ist der bedeutendste Bankenplatz im norddeutschen Raum. Zahlreiche Institute haben hier ihre Regionaldirektion für den Norden. Zudem haben einige bedeutende Privatbanken ihren Sitz in Hamburg, z. B. M. M. Warburg & CO oder die Berenberg Bank.
Die Hamburger Börse wurde 1558 als erste Börse in Deutschland und vierte in Europa gegründet, hat aber heute keine nennenswerte Bedeutung mehr.
Städtepartnerschaften
25px St. Petersburg, Russland, seit 1957
25px Marseille, Frankreich, seit 1958
25px Schanghai, Volksrepublik China, seit 1986
25px Dresden, Sachsen, seit 1987
25px Osaka, Japan, seit 1989
25px León, Nicaragua, seit 1989
25px Prag, Tschechien, seit 1990
25px Chicago, USA, seit 1994
Institutionen und Einrichtungen
Hamburg ist unter anderem Sitz des Internationalen Seegerichtshofs, der Bundesforschungsanstalt für Fischerei, der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft, des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie, der Biologischen Anstalt Helgoland, des Deutschen Wetterdienstes (Seewetteramt), des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin, des Heinrich-Pette-Instituts für Experimentelle Virologie und Immunologie, des Deutschen Elektronen-Synchrotrons (DESY), der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten sowie einer Handwerkskammer und einer Industrie- und Handelskammer. Ferner befinden sich in Hamburg ein Bundesgrenzschutzamt, drei Hauptzollämter (Hamburg-Hafen, Hamburg-Jonas und Hamburg-Stadt), ein Kreiswehrersatzamt, eine Oberfinanzdirektion, ein Prüfungsamt des Bundes, ein Wasser- und Schifffahrtsamt und ein Zollfahndungsamt.
Weiterhin ist Hamburg Sitz der Europazentrale von Greenpeace.
Bildung und Forschung
Hauptartikel Hamburg/Bildung und Forschung
Hamburg bietet unter seinen allgemein bildenden und beruflichen Schulen so renommierte wie die Gelehrtenschule des Johanneums, das Friedrich-Ebert-Gymnasium Harburg und das Christianeum Hamburg sowie viele Hochschulen und Forschungseinrichtungen – so die Universität Hamburg, die Technische Universität Hamburg-Harburg, die Hochschule für angewandte Wissenschaften und die Helmut-Schmidt-Universität der Bundeswehr.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Hauptartikel: Kultur in Hamburg unter anderem mit Theatern, Museen und Galerien.
Hamburg hat über zehn Theater, diverse Kinos und Programmkinos, zahlreiche Musikclubs und über 50 Museen.
Bauwerke und Parks
In Hamburg galt wie in vielen anderen Städten Norddeutschlands Backstein als Grundbausubstanz. Zunehmend wird jedoch heute Stahl und Glas verwendet.
Zu den bedeutendsten Bauwerken der Stadt gehören unter anderem: St. Michaelis („Michel“, das Wahrzeichen der Stadt), die anderen Hauptkirchen St. Petri, St. Nikolai, St. Katharinen und St. Jacobi sowie Rathaus, Hauptbahnhof, Bahnhof Hamburg-Dammtor , Landungsbrücken, Alter Elbtunnel, Köhlbrandbrücke, der 276 Meter hohe Fernsehsender Heinrich-Hertz-Turm, Planetarium, Chilehaus und die zahlreichen Passagen in der City. Der größte Sendemast des Rundfunksender Billwerder-Moorfleet des NDR ist mit 304 Metern Höhe das höchste Bauwerk von Hamburg.
In Hamburg-Bergedorf befindet sich ein 137,5 Meter hoher Fernmeldeturm in Stahlbetonbauweise. ...mehr
Sonstige Sehenswürdigkeiten beziehungsweise Attraktionen:
Hamburger Fischmarkt, Hafen mit Speicherstadt, die Reeperbahn, Jungfernstieg, Hagenbecks Tierpark, Stadtpark, der Friedhof Ohlsdorf als Landschaftspark, Planten un Blomen, das Treppenviertel in Blankenese, Alster-, Kanal- und Fleet-Fahrten sowie Vierlande und Marschlande.
Fleete und Kanäle (Auswahl)
- Fleete: Alsterfleet, Nikolaifleet, Kehrwiederfleet, Herrengrabenfleet, Bleichenfleet, Wandrahmsfleet ...mehr
- Kanäle: Isebek-Kanal, Goldbekkanal, Osterbekkanal, Eilbekkanal, Leinpfadkanal ...mehr
Regelmäßige Veranstaltungen
Hauptartikel: Hamburg/Regelmäßige Veranstaltungen
Hamburg bietet zu jeder Jahreszeit Veranstaltungen für die verschiedensten Geschmäcker, wie den Hamburger Fischmarkt und den Hamburger Dom. Der Hafengeburtstag, der im Mai gefeiert wird, ist die größte Veranstaltung, mit mehr als 1 Million Besuchern.
Einige bedeutende Filmfestivals (Filmfest Hamburg, Lesbisch-schwule Filmtage Hamburg, Fantasy Filmfest); CSD (Christopher Street Day)
Oper, Ballett, Theater, Musical
Die Hamburgische Staatsoper, gegründet am 2. Januar 1678, zählt zu den führenden Opernhäusern Europas.
Das „Hamburg Ballett“ erlangte unter der Leitung von John Neumeier Weltruf.
Das Deutsche Schauspielhaus, das 1900 eröffnet wurde, sorgte immer wieder für Aufregung, u.a. durch Inszenierungen von Peter Zadek.
Das Thalia-Theater, gegründet 1843, gilt als eine der führenden Schauspielbühnen Deutschlands.
Die Schmidt Theater, gegründet 1988, sind bekannt für ausgefallenen Musikrevuen und vor allem die „Schmidt Mitternachtshows“, die eine Zeit lang in den dritten Fernsehprogrammen übertragen wurden.
Das Ohnsorg-Theater ist eines der bekanntesten Volkstheater in Deutschland. Seit 1954 hat der NDR in unregelmäßigen Abständen immer wieder Vorstellungen im Fernsehen übertragen. Eine der bekanntesten deutschen Schauspielerinnen, Heidi Kabel, trat hier zu ihrer aktiven Zeit auf. Geboren wurde sie übrigens im Haus auf der anderen Straßenseite. siehe auch: Ernst Deutsch Theater
Seit 1985 ist die ehemalige Maschinenfabrik Kampnagel ein wichtiger Theaterort für internationale Gastspiele und die Performance-Szene.
Hamburg gilt als die Musical-Hauptstadt Deutschlands. Hier wurde Andrew Lloyd Webbers Cats zum ersten Mal in Deutschland gespielt. Zu den aktuellen Produktionen gehören Der König der Löwen, Tanz der Vampire und Mamma Mia!.
Museen und Ausstellungen
Im Miniatur-Wunderland kann man einen Blick auf eine der größten Modelleisenbahn-Anlagen der Welt werfen. Sie kann in der Speicherstadt besucht werden.
Weitere Museen siehe Kultur in Hamburg.
Sport
Kultur in Hamburg]Bedeutende Sportstätten Hamburgs sind die Color Line Arena (Multifunktionsarena), Alsterschwimmhalle, Alsterdorfer Sporthalle, das Millerntor-Stadion, das traditionsreiche Volksparkstadion, jetzt AOL Arena, und die Jahnkampfbahn im Stadtpark. Der älteste deutsche Sportverein kommt mit der HT 16 aus Hamburg, wie auch der älteste Ruderclub Deutschlands bzw. der zweitälteste der Welt, der Hamburger und Germania Ruder Club von 1836. Mit Sportspaß e.V. kommt der größte reine Freizeitsportverein aus Hamburg.
Seit 1999 sind die Handballer des HSV Hamburg (1. Bundesliga) in der Color Line Arena zu Hause. Seit 1963 spielt der 1887 gegründete Hamburger SV in der 1. Fußball-Bundesliga und ist das letzte Gründungsmitglied der Bundesliga, das bis heute nie abgestiegen ist. Mit dem FC St. Pauli kommt ein weiterer ehemaliger Verein der 1. Fußball-Bundesliga aus Hamburg. Der prominenteste Vertreter des Eishockey in Hamburg sind seit der Gründung 2002 die Hamburg Freezers. Hamburg ist eine Hochburg im American Football; neben den Hamburg Blue Devils aus der GFL und den 2005 neu gegründeten Hamburg Sea Devils aus der NFLE, haben sich diverse weitere Teams etabliert. Im Hockey sind Hamburger Vereine sowohl bei den Herren als auch den Damen deutschlandweit dominierend.
Weitere Hamburger Sportvereine finden sich in der Liste von Vereinen in Hamburg.
Zu den großen jährlichen Sportereignissen in Hamburg gehören in der zweiten Aprilhälfte der Hamburg-Marathon sowie im Sommer das Radrennen HEW-Cyclassics. Beide Ereignisse ziehen an den Strecken durch die Stadt ein Massenpublikum an. Ein gesellschaftliches Ereignis sind die Hamburger Derbys im Pferderennen (Juli) sowie im Springreiten (Mai) und seit 1892 die German Open im Herrentennis.
Hamburg gehört zu den offiziellen Ausrichtungsorten der Fußball-Weltmeisterschaft 2006, der Handball-Weltmeisterschaft 2007 sowie der ITU-Triathlon-Weltmeisterschaft 2007.
Hamburg ist Sitz eines Olympiastützpunktes für die Sportarten Rudern, Schwimmen und Segeln. Zusätzlich werden Volleyball, Hockey und Leichtathletik gefördert.
Durch Hamburg führen die europäischen Fernwanderwege E1 und E9.
Persönlichkeiten
Siehe Liste der Ehrenbürger von Hamburg und Hamburger Persönlichkeiten.
Sonstiges
Größte Grünanlage ist mit 400 Hektar der Friedhof Ohlsdorf, der größte Parkfriedhof Europas. Hamburg ist eine der grünsten Städte Europas.
Hamburg ist die Stadt mit den meisten Millionären Deutschlands. Aus alter Hamburger Tradition geben die reichen Bürger Ihrer Stadt etwas von Ihrem Reichtum zurück, so dass es in Hamburg mehr als 1.000 Stiftungen gibt, die das Leben in allen Lebensbereichen der Stadt unterstützen – auch dies ist ein Rekord in Deutschland.
Weithin unbekannt ist dagegen, dass sich auf dem Hamburger Stadtgebiet die größte Flussinsel – der Stadtteil Wilhelmsburg - sowie einer der letzten Tideauenwälder Europas befindet.
Soziales
Hamburg hat diverse Hilfsorganisationen und diverse Vereine. Siehe hierzu: Liste von Vereinen in Hamburg.
Kulinarische Spezialitäten
Hauptartikel: Hamburger Küche
Zu den bekannten Hamburger Gerichten gehören unter anderen Birnen, Bohnen und Speck, Finkenwerder Scholle, Stint, Grünkohl, Hamburger Aalsuppe, Labskaus, Snuten un Poten, Rote Grütze, Schwarzsauer und Franzbrötchen.
Hamburger Liedgut
Wie die meisten Bundesländer besitzt Hamburg eine eigene Hymne, die Hamburg-Hymne (Stadt Hamburg an der Elbe Auen). Daneben gibt es viele Lieder mit Bezug zu Hamburg, die teilweise den Status einer „inoffiziellen“ Hymne haben, wie zum Beispiel Auf der Reeperbahn nachts um halb eins (gesungen unter anderem von Hans Albers) oder In Hamburg sagt man tschüs (gesungen unter anderem von Heidi Kabel). Vor dem Zweiten Weltkrieg war An de Eck steiht′n Jung mit′n Tüdelband der Gebrüder Wolf wohl das beliebteste Lied. Auch neuere Lieder wie Hamburg meine Perle von Lotto King Karl drücken die Verbundenheit der Bewohner zu ihrer Stadt aus. Aus jüngerer Zeit ist auch ein Song der bekannten deutschsprachigen Hip-Hop Band Absolute Beginner die in „City Blues“ (LP: „Blast Action Heros“, 2003) ihr Lebensgefühl zu ihrer hamburger Heimatstadt beschreiben, oder der Song „Hamburg Anthem“, vom ebenso bekannten deutschsprachigem Rapper Samy Deluxe.
Hanseatischer Gruß
„Hummel, Hummel – Mors, Mors“
Der vor allem in Hamburg bekannte Gruß entstand durch Johann Wilhelm Bentz, einem Wasserträger, der von 1787 bis 1854 lebte und den Spitznamen Hans Hummel hatte.
Der Gruß soll dadurch entstanden sein, dass Kinder dem Wasserträger hinterher liefen und ihn "Hummel, Hummel" riefen, woraufhin jener mit "Mors, Mors" - was plattdeutsch für „Hintern“ steht - antwortete.
Hamburger Witze
Es gibt eine Reihe traditioneller Witzgestalten, die in Hamburger Witzen vorkommen, insbesondere die Hafenarbeiter Hein und Fiete sowie die literarisch von Vera Möller geschaffene Göre Klein Erna mit ihrer Verwandtschaft. Die Witze um diese Gestalten neigen dazu, lakonische Pointen zu haben.
Literatur
- Redaktion HASPA-Stadtteilbuch: Hamburg, Von Altona bis Zollenspieker. Verlag Hoffmann und Campe, Hamburg 2002. ISBN 3-455-11333-8
- Eckart Kleßmann: Geschichte der Stadt Hamburg. Die Hanse/Sabine Groenewold Verlage/Europäische Verlagsanstalt, Hamburg 2002. 680 S. ISBN 3-434-52596-3
- Freie und Hansestadt Hamburg: Hamburg-Handbuch 2004/2005 (Verwaltungsführer, [http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/hamburgservice/broschueren/hamburg-handbuch.html kostenloser Download als pdf-Datei])
Weblinks
-
- [http://www.hamburg.de/ Offizielle Website der Stadt]
- [http://www.hamburgportal.de/html/bilder.htm Bilder und Fotos von Hamburg]
- [http://www.hamburgs-geschichte.de/ Hamburgs Geschichte: Die wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Stadt]
- [http://fhh.hamburg.de/stadt/Aktuell/weitere-einrichtungen/landeszentrale-fuer-politische-bildung/downloads/kleine-geschichte-hamburgs,property=source.pdf Kleine Geschichte Hamburgs von 1918 bis zur Gegenwart] von der Landeszentrale für politische Bildung (PDF)
Kategorie:Hanse
Kategorie:Reichsstadt
Kategorie:Ort mit Seehafen
Kategorie:Ort in Deutschland
Kategorie:Deutsche Landeshauptstadt
Kategorie:Fußball-Weltmeisterschaft 2006
als:Hamburg
ja:ハンブルク
ko:함부르크
simple:Hamburg
KrankenkasseAls Krankenkassen oder Krankenversicherer bezeichnet man Träger der Krankenversicherung. Sie sind Teil des Gesundheitssystems und der Sozialversicherung.
Deutschland
In der Bundesrepublik Deutschland sind gesetzliche Krankenkassen (d. h. solche, die eine Gesetzliche Krankenversicherung anbieten) Körperschaften des öffentlichen Rechts mit Selbstverwaltung. In der Sozialwahl wird ihre jeweilige Vertreterversammlung gewählt, die u.a. den Vorstand der Kasse bestimmt. Die Krankenkassen haben insgesamt 70,3 Millionen Versicherte (Stand: 1.8.2004). Sie führen in getrennter Rechnung als "Pflegekasse bei ..." auch die gesetzliche Pflegeversicherung für ihre Versicherten durch.
Man unterscheidet zwischen folgenden Kassenarten:
- Allgemeine Ortskrankenkassen bestehen für abgegrenzte Regionen, die sich auf verschiedene Bundesländer erstrecken können.
- Betriebskrankenkassen können von Arbeitgebern mit mindestens 1.000 Versicherungspflichtigen gegründet werden. Sie können sich auch für Betriebsfremde öffnen.
- Innungskrankenkassen können von Handwerksinnungen mit mindestens 1.000 Versicherungspflichtigen gegründet werden. Auch sie können sich öffnen.
- See-Krankenkasse für Seeleute und ehemalige Seeleute
- Landwirtschaftliche Krankenkassen für Landwirte
- Bundesknappschaft für Arbeitnehmer im Bergbauumfeld
- Ersatzkassen, entstanden aus Selbsthilfevereinigungen.
Die Differenzierung ist historisch gewachsen. Krankenkassen können nur innerhalb ihrer Kassenart fusionieren. Bei Schließung einer Krankenkasse haftet ihr Dachverband. Die Krankenkassen arbeiten auch kassenartenübergreifend zusammen. Zur Gewährleistung eines chancengleichen Wettbewerbs wurde ab 1994 der Risikostrukturausgleich zwischen den Krankenkassen eingeführt.
Die Betriebsmittel einer Krankenkasse sollen das 1,5 fache einer Monatsausgabe nicht übersteigen. Durch Beitragssatzanpassungen dies ist entsprechend zu regulieren. Schulden dürfen eigentlich nicht gemacht werden.
Die Zahl der gesetzlichen Krankenkassen ist in den vergangenen Jahren deutlich rückläufig. 1991 gab es noch mehr als 1.200, am 01. Juli 2005 noch 262 gesetzliche Krankenkassen, davon 206 Betriebskrankenkassen.
Neben den gesetzlichen gibt es private Krankenversicherungen, d. h. solche, die die Private Krankenversicherung anbieten. Diese führen jedoch in der Regel die Bezeichnung Krankenversicherung.
Weblinks
- [http://www.g-k-v.de/ Informationsportal GKV] - ein Gemeinschaftsprojekt aller Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen
Schweiz
Siehe auch: Gesundheitswesen Schweiz
Grundsatz
Krankenkassen sind juristische Personen des privaten oder öffentlichen Rechts, die keinen Erwerbszweck verfolgen, hauptsächlich die soziale Krankenversicherung betreiben und vom Eidgenössischen Departement des Innern anerkannt sind.
Gesetzlich sind die Krankenkassen im Bundesgesetz über die Krankenversicherung geregelt (Krankenversicherungsgesetz).
Organisationsformen
Die Krankenkassen haben sich als Verein, Stiftung, Genossenschaft oder Aktiengesellschaft mit nicht-wirtschaftlichem Zweck zu organisieren.
Aufsichtsbehörden
Institutionell werden die Krankenkassen vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) beaufsichtigt.
Haupt- und Nebenaufgaben
Die Krankenkassen betreiben zur Hauptsache die soziale Krankenversicherung. Es steht den Krankenkassen jedoch frei, neben der sozialen Krankenversicherung auch Zusatzversicherungen (z.B. bevorzugte Behandlung, höherer Spitalkomfort, zahnmedizinische Leistungen, komplementärmedizinische Leistungen) anzubieten. Ebenso können sie in einem gewissen Rahmen weitere Versicherungsarten (z. B. Sterbegelder und Invalidätsentschädigungen) betreiben. Schließlich dürfen Krankenkassen mit einem bestimmten Mindestbestand an Versicherten auch eine Rückversicherung durchführen.
Anerkennungsvoraussetzungen
Eine Krankenkasse muss insbesondere die soziale Krankenversicherung nach dem Grundsatz der Gegenseitigkeit durchführen und die Gleichbehandlung der Versicherten zu gewährleisten. Sie darf die Mittel der sozialen Krankenversicherung nur zu deren Zwecken verwenden. Sie hat über eine Organisation und eine Geschäftsführung zu verfügen, welche die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften gewährleisten. Sie muss jederzeit in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. Sie hat eine Einzeltaggeldversicherung nach dem Krankenversicherungsgesetz durchzuführen und ihren Sitz in der Schweiz zu haben. Schließlich hat sie die soziale Krankenversicherung auch den versicherungspflichtigen Personen anzubieten, die in einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaft, in Island oder in Norwegen wohnen (sofern sie vom Bundesrat nicht von dieser Verpflichtung befreit ist).
Gemeinsame Einrichtung
Wird ein Versicherer zahlungsunfähig, so werden dessen Verpflichtungen von der Gemeinsamen Einrichtung übernommen, die als Stiftung von allen Versicherern gemeinsam betrieben wird.
Anzahl
Insgesamt sind in der Schweiz rund 90 Versicherer zugelassen, die aber teilweise nur regional tätig sind.
Weblinks
- http://www.bag.admin.ch/kv/grundlag/d/index.htm (Bundesamt für Gesundheit)
- http://www.santesuisse.ch (Schweizerischer Verband der Krankenversicherer)
Österreich
In Österreich sind die Träger der Krankenversicherungen die jeweils zuständigen Krankenkassen. Der Beitragssatz liegt derzeit für Unselbständige bei 7,5% (einschließlich Zusatzbeitrag und Ergänzungsbeitrag) und wird zwischen Dienstnehmer und Dienstgeber geteilt (bei Angestellten: DN: 3,65% DG: 3,75%; bei Arbeitern: DN: 3,95% DG: 3,55%; bei Landarbeitern: DN: 3,8% DG: 3,7%). Der Beitragssatz für die öffentlich Bediensteten beträgt 7,8% (DN: 4,2% Pensionisten 4,75% DG: 3,6%). Der Beitragssatz für Selbständige beträgt 9,1%, für Landwirte 7,5%. Pensionisten zahlen 4,95%.
Die Höchstbeitragsgrundlage ist 3630,- € im Monat, 50.820 € im Jahr (inkl. 2 Sonderzahlungen). (Stand 2005)
Die einzelnen Träger sind:
- 9 Gebietskrankenkassen: In jedem Bundesland gibt es eine Gebietskrankenkasse. Die Zugehörigkeit ist nicht abhängig vom Wohnort des Versicherten sondern vom Betriebsstandort. So kann ein Niederösterreicher bei der Wiener Gebietskrankenkasse versichert sein, wenn sein Arbeitgeber seinen Standort in Wien hat. Die Gebietskrankenkassen sind in all jenen Fällen zur Durchführung der Krankenversicherung zuständig, in denen nicht ein anderer Krankenversicherungsträger versicherungszuständig ist, also u. a. für Dienstnehmer (Arbeiter, Angestellte), Lehrlinge, Heimarbeiter, Vorstandsmitglieder einer AG, Pensionsbezieher nach dem ASVG, Bezieher einer Leistung nach dem AlVG
- Versicherungsanstalt öffentlich Bediensteter (BVA): Bei ihr sind die folgenden Personengruppen versichert: Personen, die in einem öffentlich-rechtlichen Dienstverhältnis stehen; Personen, die durch Wahl oder Entsendung eine Staatsfunktion ausüben (Politiker); Vertragsbedienstete des Bundes, deren Dienstverhältnis nach dem 31.Dezember 1998 begründet wurde; Vertragsbedienstete der Länder, Gemeindeverbände und Gemeinden, deren Dienstverhältnis nach dem 31.Dezember 2000 begründet wurde; Bedienstete der Universitäten nach dem Universitätsgesetz 2002; Personen die einen Ruhe- oder Versorgungsgenuss oder eine Pension nach einem solchen Dienstverhältnis oder einer solchen Funktion beziehen (Pensionisten)
- 8 Betriebskrankenkassen: Diese führen die Krankenversicherung sowohl für Beschäftigte und deren anspruchberechtigte Angehörigen in den jeweiligen Betrieben, als auch für die Pensionsbezieher aus diesen Unternehmen durch (Betriebskrankenkasse Austria Tabak, Betriebskrankenkasse der Wiener Verkehrsbetriebe, Betriebskrankenkasse Semperit, Betriebskrankenkasse Mondi Business Paper, Betriebskrankenkasse VOEST-ALPINE Donawitz, Betriebskrankenkasse Zeltweg, Betriebskrankenkasse Kindberg, Betriebskrankenkasse Kapfenberg).
- Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft: Zuständig für Selbständige und Freiberufler, sowie Pensionsbezieher nach dem GSVG.
- Sozialversicherungsanstalt der Bauern: Zuständig für die im Inland in der Land- und Forstwirtschaft selbstständig Erwerbstätigen und ihre hauptberuflich mittätigen Angehörigen sowie für Bezieher einer Pension nach dem BSVG
- Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau: Zuständig für die Bediensteten bei den öffentlichen Eisenbahnen (ÖBB, Privatbahnen etc.); bei den Eigenbetrieben und Hilfseinrichtungen (zB Bodensee-Schifffahrt der ÖBB); von Schlaf- und Speisewagenbetrieben; der Versicherungsanstalt für Eisenbahnen und Bergbau; bestimmte Pensionsbezieher; Bezieher einer ASVG-Pension, wenn diese durch die VA ausgezahlt wird und Bezieher einer laufenden Geldleistung aus einem der im § 479 ASVG genannten Pensionsinstitute; Pensionsbezieher einer Pension der Pensionsversicherung der Angestellten, wenn die VA für die Krankenversicherung in der letzten Beschäftigung vor dem Pensionsanspruch zuständig war oder gewesen wäre sowie; Bezieher eines Ruhe (-Versorgungsgenusses) von der Pensionsstelle der ÖBB; von knappschaftlichen oder diesen gleichgestellten Betrieben; bestimmte Pensionsbezieher
Alle Krankenkassen sind im Hauptverband der Sozialversicherungsträger zusammengefasst.
Einige Bundesländer und Gemeinden (Oberösterreich, Tirol, Wien, Salzburg, Graz, Innsbruck, Bregenz, Villach, Wels, Steyr, Baden, Hallein) unterhalten für ihre Bediensteten (Beamte/Vertragsbedienstete) eigene Trägereinrichtungen, die Krankenfürsorgeanstalten (KFA). Diese gehören nicht dem Hauptverband an.
Niederlande
In den Niederlanden gibt es 6 allgemeine Krankenkassen. Das Modell ist modular aufgebaut. Die Beitrage sind sowohl Minimumbeitrag, sprich runde 80 Euro, und darüber hinaus kann jeder Versicherte zusätzlich Module versichern wie Auge, Zahn, Reise, ... Wenn man z.B. das Krankenversicherungspacket Auge versichert, hat man ein Anrecht auf eine Laseroperation. Beim Zahn hat man ein Anrecht auf ein Implantat. Ein all inclusvie, sprich alle Packet umfassender Versicherungsschutz, ist bei der Anova für 125 Euro zu bekommen.
Siehe auch
Gesundheitswesen, Gesundheitswesen Schweiz, Krankenversicherung, Sozialversicherung, Unfallversicherung, Krankenschein, Krankenversicherungskarte, Auslandskrankenschein, Health Maintenance Organization
Kategorie:Krankenversicherung
BundesrepublikEine Bundesrepublik ist eine föderale Republik, ein Zusammenschluss (der "Bund") mehrerer teilsouveräner Gliedstaaten. Das heißt aber nicht, dass es einem der Gliedstaaten ohne weiteres erlaubt wäre, aus einer Bundesrepublik auszutreten, was eine Bundesrepublik bzw. einen Bundesstaat von einem Staatenbund (auch Konföderation genannt) unterscheidet.
Typische Bundesrepubliken:
- Bundesrepublik Deutschland
- Republik Österreich seit 1918/1945
- Schweizerische Eidgenossenschaft seit 1848
- Vereinigte Staaten von Amerika seit 1776
- Föderative Republik Brasilien
- Vereinigte Mexikanische Staaten
- Russische Föderation
- Republik Indien seit 1947
- Republik Argentinien
- Demokratische Bundesrepublik Äthiopien
- Bundesrepublik Komoren
- Föderierte Staaten von Mikronesien
- Bundesrepublik Nigeria
Historisch:
- Weimarer Republik 1918-1933
- Sowjetunion 1922-1991
- Jugoslawien
- Tschechoslowakei 1968-1992
Siehe auch
- Föderalismus
- Teilrepublik
Kategorie: Staatsform
Kategorie:Gesetzliche KrankenkasseDiese Kategorie sammelt gesetzliche Krankenkassen. Private Krankenkassen sollten in die :Kategorie:Versicherungsunternehmen eingeordnet werden.
Kategorie:Versicherungsunternehmen
Kategorie:Krankenversicherung
Kategorie:Körperschaft des öffentlichen Rechts -290 Hendingar
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Fødde
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Døde
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Lars Söderdahl
Lars Söderdahl, född 7 september 1965, är en svensk skådespelare som främst är känd för rollen som Skorpan i Bröderna Lejonhjärta, där han kämpar mot ondskan i form av Tengil och Katla tillsammans med sin bror Jonatan, spelad av Read More... |
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Viderup
Viderups slott, slott i Eslövs kommun.
Viderups slott uppfördes i början av 1600-talet av Anne Brahe. Huvudbyggnaden är i renässansstil. Den har två våningar och omger tillsammans med två
envåningsflyglar en borggård som är öppen mot norr. Slottet ligger på en rektangulär borgholme med breda
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Georges Auguste Escoffier
Georges Auguste Escoffier, född 28 oktober 1846 i Villeneuve-Loubet nära Nice, död 12 februari 1935 i Monte-Carlo; fransk mästerkock, kallad "Kockarnas konung".
Han var köksmästare bl.a. vid Grand Hôtel i Monte-Carlo, hotellen Carlton och Savoy i London samt Ritz i Paris.
Esco
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